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Pflegepolitik und Recht
25.09.2025
Pfleger aus Bad Vilbel wegen versuchten Mordes in U-Haft
Ein Pfleger aus Bad Vilbel sitzt wegen versuchten Mordes in U-Haft, nachdem er zwei Seniorinnen im Heim gefährliche Medikamente verabreicht haben soll.
Ein Pfleger aus Bad Vilbel sitzt wegen versuchten Mordes in U-Haft, nachdem er zwei Seniorinnen im Heim gefährliche Medikamente verabreicht haben soll.
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, dass ein 37-jähriger Pfleger aus Bad Vilbel unter Verdacht steht, versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung begangen zu haben. Der Mann soll in einem Pflegeheim zwei 84 Jahre alten Bewohnerinnen eine nicht indizierte Medikation verabreicht haben, die die Frauen in Lebensgefahr brachte. Beide wurden am Freitagabend ins Krankenhaus gebracht. Der Pfleger wurde daraufhin an seiner Wohnanschrift festgenommen und befindet sich in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ließ verlauten, dass nunmehr geprüft wird, ob es weitere Geschädigte gibt. Weitere Details wurden nicht bekanntgegeben, da die Ermittlungen noch laufen, so die Quelle.
Digitale Plattform in Mittelhessen revolutioniert Nachsorge und Vernetzung
In Mittelhessen optimiert eine digitale Plattform die Nachsorge und Vernetzung im Gesundheitswesen, um den Herausforderungen des demografischen Wandels zu begegnen.
In Mittelhessen optimiert eine digitale Plattform die Nachsorge und Vernetzung im Gesundheitswesen, um den Herausforderungen des demografischen Wandels zu begegnen.
In Mittelhessen wird eine innovative digitale Plattform zur Optimierung der Nachsorge nach Klinikaufenthalten aufgebaut, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Angesichts der abnehmenden Zahl niedergelassener Ärzte und der steigenden Zahl älterer Menschen mit mehreren Erkrankungen soll dieses Pilotprojekt den Gesundheitssektor revolutionieren. In Lich ermöglicht die Plattform Kliniken, Ärzten, Pflegediensten und Patienten einen zeitgemäßen Austausch von Krankheitsdaten, was insbesondere in ländlichen Gegenden von Vorteil ist. Der Landkreis Gießen möchte, dass die Erkenntnisse aus diesem Projekt auch zur Krankenhausreform beitragen und den Satz "Ambulant geht vor stationär" zu "Digital geht vor ambulant und stationär" modifizieren. Thorsten Winter, Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung, betont die Bedeutsamkeit dieses Projekts für die Gesundheitsversorgung in ländlichen Gebieten.
Elektronische Patientenakte erreicht breiten Einsatz im Versorgungsalltag
Die elektronische Patientenakte etabliert sich im Versorgungsalltag: Millionen von Datenzugriffen zeigen, dass Praxen und Apotheken zunehmend auf digitale Datennutzung setzen.
Die elektronische Patientenakte etabliert sich im Versorgungsalltag: Millionen von Datenzugriffen zeigen, dass Praxen und Apotheken zunehmend auf digitale Datennutzung setzen.
Die Nutzung der elektronischen Patientenakte (ePA) in Deutschland nimmt laut gematik stetig zu. In der letzten Woche wurden etwa 12 Millionen Medikationslisten aufgerufen, knapp zwei Millionen Dokumente hochgeladen und über 900.000 heruntergeladen, wie die Agentur mitteilte. Seit Januar wurden insgesamt 22 Millionen Dokumente hochgeladen. Zählt man die E-Rezept-Daten hinzu, enthält die ePA der Versicherten mehr als 700 Millionen Datensätze. Bis zum 1. Oktober sollen über 90 Prozent der Praxen und Apotheken in Deutschland technisch in der Lage sein, mit der ePA zu arbeiten. Diese Zahlen verdeutlichen, dass die ePA zunehmend im Versorgungsalltag ankommt. Etwa 58.000 Arzt- und psychotherapeutische Praxen arbeiteten allein in der letzten Woche mit der ePA. Insgesamt haben über 105.000 von etwa 160.000 Einrichtungen auf die Patientenakten zugegriffen. Die gematik betont die steigende Bedeutung der ePA im Gesundheitswesen.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
24.09.2025
Rheinland-Pfalz startet Osteoporose-Programm für umfassende Versorgung
Rheinland-Pfalz startet am 1. Oktober ein umfassendes Osteoporose-Programm zur besseren Patientenversorgung durch Zusammenarbeit mit Ärzten und Kliniken.
Rheinland-Pfalz startet am 1. Oktober ein umfassendes Osteoporose-Programm zur besseren Patientenversorgung durch Zusammenarbeit mit Ärzten und Kliniken.
In Rheinland-Pfalz startet am 1. Oktober das Disease-Management-Programm (DMP) für Osteoporose. Ab diesem Datum können sich Patienten mit einer gesicherten Osteoporose-Diagnose für das Programm einschreiben. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Rheinland-Pfalz hat hierzu mit mehreren Krankenkassen eine entsprechende Vereinbarung getroffen. Die Einschreibung für teilnahmeberechtigte Ärzte begann bereits am 1. September. Das Programm plant auch die Beteiligung von Krankenhäusern und Rehakliniken, um eine umfassende Versorgung sicherzustellen. Dies geht aus einem Bericht der "Ärzte Zeitung" hervor.
Hessen startet Pilotprojekt zur besseren E-Health-Nachsorge für Senioren
Hessen testet eine E-Health-Plattform zur besseren Nachsorge älterer Patienten, vernetzt Kliniken und Ärzte, unterstützt von über 500.000 Euro Landesmitteln.
Hessen testet eine E-Health-Plattform zur besseren Nachsorge älterer Patienten, vernetzt Kliniken und Ärzte, unterstützt von über 500.000 Euro Landesmitteln.
Ein neues Pilotprojekt in Hessen soll die Nachsorge älterer Patienten verbessern, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Mit einer E-Health-Plattform, die Kliniken, niedergelassene Ärzte, Pflegedienste und Patienten miteinander vernetzt, sollen unnötige Wege und Kosten vermieden werden. Das "Licher Modell" zielt darauf ab, die Lücken in der Zusammenarbeit zu schließen und wird vom Land Hessen mit über einer halben Million Euro unterstützt. Erste Patienten sollen noch im laufenden Jahr von dem digitalen System profitieren, welches Patientendaten erfasst und den Austausch medizinischer Informationen ermöglicht. Landrätin Anita Schneider initiierte das Projekt, das mithilfe der Licher Asklepios-Klinik, der Technischen Hochschule Mittelhessen und weiteren Partnern umgesetzt wird. Gemeindeschwestern unterstützen Patienten zudem bei der digitalen Kommunikation, um die E-Health-Nachsorge effizient zu gestalten.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
24.09.2025
Neue Abrechnungsregel für PET bei Non-Hodgkin-Lymphomen ab Oktober
Neue Abrechnungsregel ermöglicht Ärzten ab Oktober die PET-Nutzung zur Überwachung und Rückfallerkennung bei aggressiven Non-Hodgkin-Lymphomen.
Neue Abrechnungsregel ermöglicht Ärzten ab Oktober die PET-Nutzung zur Überwachung und Rückfallerkennung bei aggressiven Non-Hodgkin-Lymphomen.
Ab Oktober erhalten Ärzte die Möglichkeit, Positronen-Emissions-Tomographie (PET) bei Patienten mit aggressiven Non-Hodgkin-Lymphomen nicht nur zu Beginn der Behandlung abzurechnen. Auch während der Therapie und zur Erkennung von Rückfällen können die Kosten im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung geltend gemacht werden, wie aerztezeitung.de berichtet. Diese Änderung ermöglicht eine umfassendere Überwachung des Krankheitsverlaufs und Anpassung der Therapie bei den Betroffenen.
Innovative Medikamente verlängern Leben und verbessern Lebensqualität deutlich
Innovative Medikamente steigern Lebensqualität und Lebenszeit, vor allem bei Krebs, HIV und seltenen Erkrankungen, wie eine neue Studie zeigt.
Innovative Medikamente steigern Lebensqualität und Lebenszeit, vor allem bei Krebs, HIV und seltenen Erkrankungen, wie eine neue Studie zeigt.
Moderne Therapien und Arzneimittel haben laut einer Auswertung des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) zu mehr Lebenszeit und Lebensqualität geführt. Der vfa stützt sich auf die Ergebnisse einer von ihm in Auftrag gegebenen Prognos-Studie, die der Verband am Montag in Berlin vorstellte. Innovative Medikamente haben deutlich die Überlebenschancen verbessert und die Zahl der gesunden Lebensjahre erhöht, vor allem bei Krebs, HIV und seltenen Erkrankungen. Ein Beispiel ist Mukoviszidose, wo sich die Lebenserwartung von 37 Jahren im Jahr 2000 auf 67 Jahre 2023 nahezu verdoppelte. Die Studie hebt auch die Onkologie hervor, wo sich die Zahl der zugelassenen Krebsmedikamente seit dem Jahr 2000 mehr als verdreifacht hat. Dies führte dazu, dass über 50 Prozent der Krebspatienten im Durchschnitt zehn Jahre oder länger nach ihrer Diagnose weiterleben. Weniger Klinikaufenthalte und ein verzögerter Renteneintritt werden ebenfalls als positive Effekte moderner Therapien gewertet. Der vfa betont, dass eine gesunde Bevölkerung grundlegend für die Produktivität einer alternden Gesellschaft ist. (Quelle: Ärztezeitung)
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
22.09.2025
G-BA: Innovationsausschuss nimmt 25 Förderprojekt-Berichte an
Der G-BA-Innovationsausschuss akzeptiert 25 Berichte zu Förderprojekten, die auf eine verbesserte Gesundheitsversorgung abzielen.
Der G-BA-Innovationsausschuss akzeptiert 25 Berichte zu Förderprojekten, die auf eine verbesserte Gesundheitsversorgung abzielen.
Der Innovationsausschuss des Gemeinsamen Bundesausschusses hat im dritten Quartal 2025 insgesamt 25 Abschlussberichte von Förderprojekten angenommen, wie die AOK berichtet. Die Projekte zielen darauf ab, die Gesundheitsversorgung zu verbessern. Von den eingereichten Projekten stammen 17 aus der Versorgungsforschung, während acht neue Versorgungsformen umfassen. In sieben Fällen empfahl der Ausschuss die Kategorie „Prüfung/Überführung“, was bedeutet, dass Erkenntnisse an Fachgesellschaften und die Politik weitergeleitet werden sollen. Für 14 Projekte wurde die „Weitergabe der wissenschaftlichen Erkenntnisse“ befürwortet, obwohl Einschränkungen vorhanden sind. Methodische Mängel führten bei vier Projekten zu keiner Transferempfehlung. Solche Mängel umfassen hohe Dropout-Raten und das Fehlen von Parallelgruppen, was eine Überführung in die Regelversorgung ausschloss.
Medikamentenengpässe: Apotheken in Hessen warnen vor Versorgungsnotstand
Apotheken in Hessen warnen vor einem Versorgungsnotstand bei Medikamenten, da Lieferengpässe zunehmend das Gesundheitssystem belasten.
Apotheken in Hessen warnen vor einem Versorgungsnotstand bei Medikamenten, da Lieferengpässe zunehmend das Gesundheitssystem belasten.
Apotheken in Hessen und bundesweit stehen vor erheblichen Lieferengpässen bei Medikamenten. Laut Holger Seyfarth, dem Vorsitzenden des hessischen Apothekerverbands, fehlen unter anderem Standardantibiotika, Schmerzmittel und spezifische Medikamente wie ADHS-Präparate und Cholesterinsenker. „Die Situation ist seit Jahren schlecht", erklärte Seyfarth, während auch der Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Thomas Preis, auf die Gefahr der Medikamentenversorgung hinweist. Mehr als 500 Arzneimittel sind offiziell als schwer verfügbar gemeldet. Ursache für die Engpässe sei die Abhängigkeit von Produktionsstätten außerhalb Europas, vor allem in China und Indien. Seyfarth rät Patienten, frühzeitig Dauerrezepte einzulösen, da sich Verzögerungen negativ auf das Gesundheitssystem auswirken könnten. Er fordert zudem ein Ende des Preisdiktats bei Rabattverträgen und mehr Handlungsspielraum für Apotheker, schreibt die FAZ.
Neue Leitlinie zur Ernährung bei Demenz vorgestellt
Beim DGIM-Kongress wurde eine neue Leitlinie zur Ernährung bei Demenz vorgestellt, die praktische Tipps zur Vorbeugung von Mangelernährung bietet.
Beim DGIM-Kongress wurde eine neue Leitlinie zur Ernährung bei Demenz vorgestellt, die praktische Tipps zur Vorbeugung von Mangelernährung bietet.
Das Thema Ernährung im Alter hat gesamtgesellschaftliche Relevanz, stellt jedoch insbesondere bei Demenz-Patienten eine große Herausforderung dar. Beim DGIM-Kongress präsentierten zwei Experten eine neue Leitlinie zur Erkennung und Prävention von Mangelernährung bei älteren Menschen, einschließlich praktischer Tipps zur Umsetzung in der Pflege. Laut der „Ärzte Zeitung“, die über den Kongress berichtet, sei die Problematik der Mangelernährung bei geriatrischen Patienten hochprävalent und verfüge über spezifische Anforderungen bei Personen mit Demenz.
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