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Medizin, Gesundheit und Prävention
16.12.2025
Schmerzdiagnostik bei Demenz: Prof. Kunz betont spezialisierte Methoden
Effiziente Schmerzdiagnostik bei Demenz ist entscheidend, erläutert Prof. Kunz im Podcast – spezialisierte Methoden sollen die Lebensqualität Betroffener erhöhen.
Effiziente Schmerzdiagnostik bei Demenz ist entscheidend, erläutert Prof. Kunz im Podcast – spezialisierte Methoden sollen die Lebensqualität Betroffener erhöhen.
Im "ÄrzteTag"-Podcast erklärte die Psychologin und Schmerzforscherin Professorin Miriam Kunz von der Universität Augsburg, wie Schmerzen bei demenzkranken Patienten erkannt werden können. Menschen in fortgeschrittenen Stadien einer Demenz können ihre Schmerzen oft nicht mehr verbal mitteilen, was häufig zu unbehandelten Schmerzen führt. Kunz betont, dass etwa die Hälfte der Betroffenen eigentlich eine kontinuierliche Schmerztherapie benötigen würde. Sie weist darauf hin, dass nicht nur die Beobachtung von Gesichtsausdrücken wie zusammengekniffene Augen oder Zittern wichtig ist, sondern auch spezielle Schmerzbewertungsinstrumente herangezogen werden sollten. die "Ärztezeitung" berichtet, dass effiziente Schmerzdiagnostik für solche Patienten essenziell ist, um deren Lebensqualität zu verbessern.
Hohe Sterblichkeitsraten durch Herzkrankheiten: OECD warnt die EU
Hohe Sterblichkeitsraten durch Herzkrankheiten in der EU gefährden Millionen: OECD fordert bessere Versorgung und hebt Einfluss von Risikofaktoren hervor.
Hohe Sterblichkeitsraten durch Herzkrankheiten in der EU gefährden Millionen: OECD fordert bessere Versorgung und hebt Einfluss von Risikofaktoren hervor.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind weiterhin eine bedeutende Gesundheitsherausforderung in Europa, mit einem Drittel aller Todesfälle darauf zurückzuführen. In der EU waren 2022 etwa 1,7 Millionen Todesfälle zu verzeichnen, während 62 Millionen Menschen von diesen Erkrankungen betroffen sind, wie ein OECD-Bericht zeigt. Besonders in Mittel- und Osteuropa sind die Sterblichkeitsraten im Vergleich zu West- und Südeuropa höher, was sich während der Corona-Pandemie noch verschärft hat. Der Bericht schätzt die volkswirtschaftlichen Folgekosten für 2021 auf 282 Milliarden Euro, einschließlich Pflege und Produktivitätsverlusten. Mehr als drei Viertel der Todesfälle sind auf beeinflussbare Risikofaktoren wie Bluthochdruck und Diabetes zurückzuführen. Eine bessere Versorgung erfordert einen patientenzentrierten Ansatz, der derzeit jedoch in der EU noch wenig verbreitet ist, betont der Bericht weiter. (Quelle: aerztezeitung.de)
Bundesgesundheitsministerin Warken: DiGA zentral für psychische Gesundheit
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken betont DiGAs als Schlüsselelement in der psychischen Gesundheitspflege und plant deren weitere Integration.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken betont DiGAs als Schlüsselelement in der psychischen Gesundheitspflege und plant deren weitere Integration.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat die Bedeutung digitaler Gesundheitsanwendungen (DiGA) betont. Beim „Future DiGA Summit“ in Berlin erklärte sie, dass diese Anwendungen seit ihrer Einführung vor fünf Jahren fest in der Regelversorgung verankert sind und mittlerweile ausgebaut werden könnten, insbesondere im Bereich der psychischen Gesundheit. Warken unterstrich, dass die DiGA nicht alleinstehende Lösungen für die Herausforderungen im Gesundheitssystem darstellen, jedoch wichtige Bausteine zur Unterstützung der Therapie und Behandlung der Patienten bieten können. Das Fast-Track-Verfahren des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gilt dabei international als Vorreiter. Zudem plant das Bundesgesundheitsministerium weitere Schritte zur stärkeren Integration von DiGA und traditionellen Therapieoptionen durch Verzahnung mit der elektronischen Patientenakte (ePA). Warken stellte klar, dass Datenschutz und Datensicherheit bei allen Entwicklungen im Vordergrund stehen.
Dringender Handlungsbedarf: Krankenkassen vor zweistelligem Milliarden-Defizit
Krankenkassen droht ein Milliarden-Defizit: Sofortmaßnahmen bis 2026 sollen Entlastung bringen, doch Verzögerungen könnten Zusatzbeiträge erhöhen.
Krankenkassen droht ein Milliarden-Defizit: Sofortmaßnahmen bis 2026 sollen Entlastung bringen, doch Verzögerungen könnten Zusatzbeiträge erhöhen.
Die erzielten Überschüsse der Krankenkassen sollten keine falschen Schlüsse zulassen: Die gesetzliche Krankenversicherung steht unter größtem finanziellen Druck. Unser zentrales politisches Ziel ist die nachhaltige Stabilisierung der Finanzsituation der Krankenkassen, indem wir den Entwicklungen der vergangenen Jahre endlich etwas entgegensetzen. Dafür wurde in einem ersten Schritt ein kurzfristiges Maßnahmenpaket für 2026 auf den Weg gebracht. Die Verzögerungen durch die erfolgte Anrufung des Vermittlungsausschusses durch eine Mehrheit der Länder bedeuten hohe Unsicherheiten für die Planungen der Krankenkassen und führen möglicherweise zu höheren Zusatzbeiträgen im kommenden Jahr. Deshalb ist es notwendig, dass der Vermittlungsausschuss schnell zu einer Entscheidung kommt. Allen Entscheidungsträgern muss bewusst sein, dass die Herausforderungen im kommenden Jahr ungleich höher sein werden: Ab dem Jahr 2027 sind Defizite in der GKV in zweistelliger Milliardenhöhe zu erwarten. Daher werden Expertinnen und Experten der Finanz-Kommission Gesundheit bereits im März Vorschläge zur kurzfristigen Stabilisierung der Finanzen der GKV vorlegen.
Streit um DiGA: Innovation oder Geldverschwendung im Gesundheitssystem?
DiGA spaltet Meinungen: Innovation oder Geldverschwendung? Während Fachverbände Potenzial sehen, kritisiert die KBV den praktischen Nutzen im Gesundheitssystem.
DiGA spaltet Meinungen: Innovation oder Geldverschwendung? Während Fachverbände Potenzial sehen, kritisiert die KBV den praktischen Nutzen im Gesundheitssystem.
Die Diskussion um Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) polarisiert weiterhin die Gemüter. Während Branchenverbände den innovativen Nutzen der DiGA hervorheben, übt die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) deutliche Kritik. Die Anwendungen, die seit vier Jahren als evidenzbasierte Werkzeuge im Gesundheitssystem etabliert sind, stehen zwischen dem Ruf als zukunftsweisende Innovation und der Anschuldigung als mögliche Geldverschwendung. Die Einführung von DiGA wird von einigen Interessenvertretern als Schritt Richtung moderne, digitale Gesundheitsversorgung gesehen, andere bezweifeln den praktischen Nutzen vieler dieser Anwendungen und fordern stärkere Kontrollen. Diese Meinungsunterschiede spiegeln wider, wie komplex und manchmal kontrovers die Integration digitaler Technologien in die medizinische Praxis ist. (Quelle: aerztezeitung.de)
Neuer Überleitungsbogen soll frühe Alzheimertherapie erleichtern
Ein neuer Befundbogen unterstützt Hausärzte bei der Identifizierung von Patienten für frühe Alzheimertherapien, um gezielte Antikörperbehandlungen zu ermöglichen.
Ein neuer Befundbogen unterstützt Hausärzte bei der Identifizierung von Patienten für frühe Alzheimertherapien, um gezielte Antikörperbehandlungen zu ermöglichen.
Ein neuer Befund- und Überleitungsbogen soll Hausärzte unterstützen, Patienten für Antikörpertherapien gegen Alzheimer zu identifizieren. Diese Therapien sind für Personen mit früher Alzheimerdemenz oder milden kognitiven Einschränkungen vorgesehen, vorausgesetzt, eine Alzheimerpathologie wird durch Liquoranalyse nachgewiesen, wie die "Ärzte Zeitung" berichtet. Hausärzte spielen eine Schlüsselrolle, da sie die Möglichkeit haben, Veränderungen bei ihren Patienten frühzeitig zu bemerken. Der Bogen erleichtert das Screening, indem kleine Kognitionstests und Laborwerte vermerkt werden. Zudem werden Kontraindikationen wie Antikoagulation oder Unfähigkeit zu MRT-Untersuchungen erfasst. Schließlich ermöglicht der Bogen eine gezielte Weiterleitung zu Fachärzten. Laut Dr. Klaus Gehring, Berufsverband Deutscher Nervenärzte, sind jährlich nur etwa 8.000 bis 15.000 Patienten potenzielle Kandidaten für die Behandlung. Die Einführung des Bogens könnte sektorenübergreifend organisiert werden, ermöglichend eine umfassendere Nutzung in verschiedenen Regionen.
Gesetzliche Krankenkassen: Finanzkrise verschärft sich weiter im Jahr 2025
Die Finanzkrise der gesetzlichen Krankenkassen spitzt sich 2025 weiter zu: Steigende Ausgaben zwingen zu höheren Zusatzbeiträgen und bedrohen die Mindestreserven.
Die Finanzkrise der gesetzlichen Krankenkassen spitzt sich 2025 weiter zu: Steigende Ausgaben zwingen zu höheren Zusatzbeiträgen und bedrohen die Mindestreserven.
Das Bundesgesundheitsministerium hat bekannt gegeben, dass sich die finanzielle Lage der gesetzlichen Krankenkassen in den ersten drei Quartalen 2025 weiter verschlechtert hat. Die Ausgaben stiegen um rund 7,8 Prozent, während die Beitragseinnahmen lediglich um etwa 5,3 Prozent zulegten. Dies führte zu einem Zwang zur Erhöhung der Zusatzbeitragssätze zu Jahresbeginn. Bis zum Ende des dritten Quartals 2025 erreichten die Finanzreserven der Krankenkassen rund 5,4 Milliarden Euro, was unterhalb der gesetzlich festgelegten Mindestreserve liegt. Ein kurzfristiges Maßnahmenpaket für 2026 wurde bereits auf den Weg gebracht, doch Verzögerungen im Gesetzgebungsprozess führen zu Unsicherheiten für die Kassenplanung. Prognosen ab 2027 deuten auf Defizite in zweistelliger Milliardenhöhe hin, weshalb im März Maßnahmen zur Stabilisierung der Finanzen vorgestellt werden sollen. Der Reformdruck ist hoch, doch bietet er auch Chancen, so Bundesgesundheitsministerin Nina Warken.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
15.12.2025
Ehrliches Feedback: Schlüssel zur besseren Selbstführung und Mitarbeiterbindung
Ehrliches Feedback stärkt Selbstführung und bindet Mitarbeiter – ein Muss für Führungskräfte, um blinde Flecken zu überwinden und die Teamzufriedenheit zu steigern.
Ehrliches Feedback stärkt Selbstführung und bindet Mitarbeiter – ein Muss für Führungskräfte, um blinde Flecken zu überwinden und die Teamzufriedenheit zu steigern.
Sich der eigenen Schwächen bewusst zu werden, gestaltet sich oft als Herausforderung, da jeder unweigerlich blinde Flecken hat. „Man ist sich selbst der Blindeste“, sagen Psychologen. Doch wer den Mut hat, diese mit Unterstützung von Dritten zu erkennen, kann bedeutende Fortschritte in seiner persönlichen Entwicklung machen. Claudia Peus, Organisationspsychologin an der Technischen Universität München, hebt hervor, dass Vorgesetzte dieses Wissen in ihrer Selbstführung gewinnbringend einsetzen können, wenn sie ihre Mitarbeiter über Zielvereinbarungen hinaus motivieren und fördern möchten. Diese Art der Selbstreflexion wird jedoch häufig durch Zeitdruck sowie persönliche Hemmungen behindert. Die Mitarbeiter müssen sich sicher fühlen, um ehrliches Feedback äußern zu können, was von den Führungskräften oftmals durch gezielte Fragen gefördert werden kann. So wird deutlich, dass aufrichtiges Feedback unentbehrlich ist, um beispielsweise Mikromanagement zu reduzieren und die Zufriedenheit im Team zu steigern. Quelle: F.A.Z.
Vielversprechende Studien: Trontinemab zeigt Wirkung bei früher Demenz
Trontinemab zeigt in Studien erste Erfolge bei früher Demenz, indem es Beta-Amyloid entfernt und die Tau-Pathologie reduziert. Ein Hoffnungsschimmer für Betroffene.
Trontinemab zeigt in Studien erste Erfolge bei früher Demenz, indem es Beta-Amyloid entfernt und die Tau-Pathologie reduziert. Ein Hoffnungsschimmer für Betroffene.
Der Antikörper Trontinemab zeigt in einer Phase-II-Studie erste Anzeichen klinischer Wirksamkeit bei früher Demenz. Dabei entfernt der innovative Antikörper Beta-Amyloid innerhalb weniger Wochen vollständig aus dem Gehirn. Trontinemab nutzt einen aktiven Transportmechanismus und hat auch eine Reduktion der Tau-Pathologie zur Folge. Diese Ergebnisse, über die die 'Ärzte Zeitung' berichtet, sind vielversprechend für die Behandlung von Demenz.
Übersichtsarbeit: Ein Grippe-Impfstoff zeigt viele schwere Nebenwirkungen
Ein Grippe-Impfstoff zeigt laut Studie hohe Rate schwerer Nebenwirkungen im Vergleich zu anderen Vakzinen, berichtet die Ärzte Zeitung.
Ein Grippe-Impfstoff zeigt laut Studie hohe Rate schwerer Nebenwirkungen im Vergleich zu anderen Vakzinen, berichtet die Ärzte Zeitung.
Unterschiedliche Influenza-Vakzinen wurden in einer Übersichtsarbeit mit dem Standardimpfstoff hinsichtlich ihrer Wirkungen und Nebenwirkungen verglichen. Besonders auffällig ist ein Impfstoff, der eine hohe Rate an schweren Nebenwirkungen aufweist. Dies berichtet die Ärzte Zeitung.
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