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Pflegepolitik und Recht
28.01.2026
Betrugsskandal im Gesundheitswesen: 22 Mio. Euro Schaden aufgedeckt
22 Mio. Euro Schaden durch Betrug im Gesundheitswesen: Ermittlungen decken fast 2.000 Fälle auf, von illegal abgerechneten Leistungen bis fingierten Tests.
22 Mio. Euro Schaden durch Betrug im Gesundheitswesen: Ermittlungen decken fast 2.000 Fälle auf, von illegal abgerechneten Leistungen bis fingierten Tests.
Unzulässig abgerechnete Medikamente, fingierte Pflegeleistungen und Betrug mit Corona-Tests: In nahezu 2.000 Fällen von Betrug oder Korruption im Gesundheitswesen hat die Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg in den vergangenen fünf Jahren ermittelt. Der finanzielle Schaden ist enorm, Gerichte ordneten laut dem Justizministerium einen Wertersatz von über 22 Millionen Euro an. Die bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Betrug und Korruption im Gesundheitswesen wurde im September 2020 gegründet und führte bis Ende 2025 zu 118 Anklagen. In den meisten Fällen handelt es sich um Abrechnungsbetrug, wie etwa nicht erbrachte Pflegeleistungen oder illegal verkaufte Medikamente. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf organisierten Betrug, wobei der Schaden häufig im sechs- bis siebenstelligen Bereich liegt, berichtet die Ärzte Zeitung.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
28.01.2026
Lieferengpässe bei Arzneimitteln gefährden Patientenversorgung erheblich
Lieferengpässe bei Medikamenten gefährden in Deutschland massiv die Patientenversorgung, besonders bei Psychopharmaka, Lipidsenkern und Antibiotika.
Lieferengpässe bei Medikamenten gefährden in Deutschland massiv die Patientenversorgung, besonders bei Psychopharmaka, Lipidsenkern und Antibiotika.
Lieferengpässe bei Arzneimitteln stellen ein zunehmend relevantes Problem für die Patientenversorgung in Deutschland dar. Wie das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) am Mittwoch berichtete, wurden 2025 insgesamt 1.514 Lieferengpassmeldungen zu 1.041 Medikamenten erfasst. Besonders stark betroffen sind Psychopharmaka, insbesondere Antipsychotika und Antidepressiva, mit durchschnittlichen Engpassdauern von 230 bzw. 107 Tagen. Laut aerztezeitung.de kann ein solcher Engpass therapiegefährdend sein, da alternative Wirkstoffe oft nicht verfügbar sind. Auch Lipidsenker und Antibiotika verzeichnen relevante Engpässe, wodurch Millionen Patienten betroffen sind. Zi-Vorstandsvorsitzender Dr. Dominik von Stillfried warnt, dass die Versorgungsqualität durch die Engpässe leiden könnte und Resistenzen gefördert würden. Die Ursachen sind auf die starke Konzentration der weltweiten Arzneimittelproduktion auf China und Indien zurückzuführen.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
28.01.2026
G-BA erlaubt Videosprechstunden für AKI-Folgeverordnungen ab 2026
Ab 2026 erlaubt G-BA Videosprechstunden für AKI-Folgeverordnungen, sofern zuvor eine persönliche Untersuchung und Konsultation stattgefunden haben.
Ab 2026 erlaubt G-BA Videosprechstunden für AKI-Folgeverordnungen, sofern zuvor eine persönliche Untersuchung und Konsultation stattgefunden haben.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat entschieden, dass ab Oktober 2026 Folgeverordnungen von Leistungen der außerklinischen Intensivpflege (AKI) auch im Rahmen einer Videosprechstunde erfolgen können. Voraussetzung ist, dass die relevanten medizinischen Diagnosen zunächst durch eine persönliche Untersuchung festgestellt wurden. Eine Erstverordnung kann nicht per Videosprechstunde erfolgen. Zusätzlich muss innerhalb der letzten zwölf Monate mindestens eine persönliche Konsultation stattgefunden haben, um sicherzustellen, dass Befunde nicht ausschließlich digital beurteilt werden. Ein Anspruch auf Videosprechstunden besteht nicht; sie sind eine Option, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind. Diese Entscheidung wurde getroffen, um eine qualitativ gesicherte und bedarfsgerechte Nutzung von Videosprechstunden zu fördern. Die Umsetzung hängt noch von der Nichtbeanstandung des Beschlusses durch das Bundesministerium für Gesundheit und dessen Veröffentlichung im Bundesanzeiger ab. (Quelle: aok.de)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
28.01.2026
Dialogprozess zur Entwicklung eines Primärversorgungssystems gestartet
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken startet Dialogprozess zur Umsetzung eines Primärversorgungssystems mit digitalen Ersteinschätzungen und neuen Berufsbildern.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken startet Dialogprozess zur Umsetzung eines Primärversorgungssystems mit digitalen Ersteinschätzungen und neuen Berufsbildern.
Der von der Regierungskoalition geplante Wechsel zu einem Primärversorgungsmodell wird seit Dienstag von weiteren Akteurinnen und Akteuren begleitet. Am Nachmittag hat Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Fach- und Hausärzte sowie der Krankenkassen einen Dialogprozess zur Erarbeitung eines Primärversorgungssystems gestartet. Wesentlicher Bestandteil des Systems solle ein „verlässliches digitales beziehungsweise telefonisches Verfahren zur Ersteinschätzung“ sein, sagte Warken im Anschluss an die Sitzung. Der Weg auf diese Plattform werde unterschiedlich sein. Es werde im Anschluss eine Termingarantie geben in einem Zeitraum, den die Hausärztin beziehungsweise der Hausarzt für angemessen halte. Zudem würden die Gesundheitsberufe stärker mit in die Versorgung einbezogen. Neue Berufsbilder seien in Anlehnung an die Advanced Practice Nurse geplant. Bisheriger deutscher Arbeitstitel für dieses Berufsbild: Gesundheits- und Pflegeexpertin. Quelle: Ärzte Zeitung.
Gezielte SMS steigern Grippe-Impfrate, außer bei Hochrisikopatienten
Gezielte SMS steigern Grippeimpfungen, doch Hochrisikopatienten reagieren weniger. Forscher zeigen, dass maßgeschneiderte Kommunikation Impflücken schließt.
Gezielte SMS steigern Grippeimpfungen, doch Hochrisikopatienten reagieren weniger. Forscher zeigen, dass maßgeschneiderte Kommunikation Impflücken schließt.
Ein amerikanisches Forscherteam hat herausgefunden, dass sich die Grippe-Impfrate durch gezielte Nudging-Interventionen steigern lässt. Dabei wurden SMS-Nachrichten eingesetzt, um Patientinnen und Patienten zur Impfung zu motivieren. Dieser Ansatz zeigte insgesamt eine positive Wirkung auf die Impfbereitschaft, allerdings nicht in der Gruppe der Hochrisikopatienten. Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass maßgeschneiderte Kommunikation ein wirksames Mittel sein kann, um Impflücken zu verringern. Der Einsatz solcher Interventionen könnte besonders in Zeiten stagnierender Impfraten hilfreich sein, insbesondere angesichts der jüngsten Entwicklungen, dass Großbritannien seinen Masern-Eliminierungsstatus aufgrund stagnierender Impfquoten verloren hat. Quelle: Ärztezeitung.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
27.01.2026
Beschäftigungsanstieg im Gesundheitswesen: 6,2 Mio. Jobs in 2024
Erstmals seit 2021 verzeichnet das Gesundheitswesen 2024 einen deutlichen Beschäftigungszuwachs mit 6,2 Mio. Jobs, angetrieben durch Kliniken und Pflegeheime.
Erstmals seit 2021 verzeichnet das Gesundheitswesen 2024 einen deutlichen Beschäftigungszuwachs mit 6,2 Mio. Jobs, angetrieben durch Kliniken und Pflegeheime.
Die Beschäftigung im Gesundheitswesen hat 2024 erstmals seit dem Pandemiejahr 2021 wieder nennenswert zugenommen, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag berichtete. Zum Jahresende waren deutschlandweit 4,6 Millionen Frauen und 1,6 Millionen Männer in Gesundheitsberufen tätig, was einem Anstieg um 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Zahl umfasst sowohl sozialversicherungspflichtige Beschäftigte als auch Selbstständige und summiert sich auf 6,2 Millionen Arbeitsplätze, was etwa 4,4 Millionen Vollzeitäquivalenten entspricht. Besonders in Kliniken und Pflegeheimen war ein Zuwachs zu verzeichnen, mit einer Steigerung um 3 Prozent. In ärztlichen Praxen und ambulanten Pflegediensten fiel der Anstieg mit 1,3 Prozent geringer aus. Das Gesundheitswesen bleibt damit ein wesentlicher Jobmotor in Deutschland. Die aktuelle Entwicklung hinsichtlich der Beschäftigungszahlen zeigt eine Rückkehr zu einem Wachstumsmodus und unterstreicht die zunehmende Bedeutung des Gesundheitssektors für den Arbeitsmarkt. Quelle: aerztezeitung.de
Neue Erkenntnisse: Stadium IIC bei Melanomen riskanter als IIIA
Neue Studie: Melanom-Tumore im Stadium IIC haben schlechtere Prognosen als im Stadium IIIA, was eine Überarbeitung der Risikoeinschätzung nahelegt.
Neue Studie: Melanom-Tumore im Stadium IIC haben schlechtere Prognosen als im Stadium IIIA, was eine Überarbeitung der Risikoeinschätzung nahelegt.
Ein Vergleich von Stadium-IIC- mit Stadium-IIIA-Tumoren auf der Basis von schwedischen Registern zeigt, dass die Stadieneinteilung beim malignen Melanom nicht unbedingt das Risiko für einen melanombedingten Tod widerspiegelt. Diese Erkenntnisse verdeutlichen, dass eine Berücksichtigung zusätzlicher Faktoren bei der Prognoseabschätzung erforderlich sein könnte. Die Aerztezeitung berichtet, dass die im Stadium IIC befindlichen Tumoren eine schlechtere Prognose als die im Stadium IIIA aufweisen. Diese Informationen könnten entscheidend für eine verbesserte Behandlung und Nachsorge von Patienten mit malignem Melanom sein und eine differenziertere Einordnung der Krankheitsstadien erfordern.
Finanzlücke in der GKV: DAK fordert Reformen und Steuererhöhungen
Finanzlücke in der GKV: DAK drängt auf Reformen und Steuererhöhungen, um eine drohende Beitragssteigerung um 0,6 Punkte 2027 abzuwenden.
Finanzlücke in der GKV: DAK drängt auf Reformen und Steuererhöhungen, um eine drohende Beitragssteigerung um 0,6 Punkte 2027 abzuwenden.
In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) droht 2027 eine erhebliche Finanzlücke von bis zu zwölf Milliarden Euro, wie eine Vorausberechnung des IGES-Instituts für die DAK-Gesundheit zeigt. Diese Entwicklung könnte zu einem Anstieg der Beitragssätze um 0,6 Punkte führen. DAK-Gesundheit warnt, dass die Abgabenlast bis 2035 auf 50 Prozent ansteigen könnte. Der DAK-Vorstandsvorsitzende Andreas Storm fordert einen 3-Stufen-Plan zur Reform, um eine einnahmenorientierte Ausgabenpolitik zu etablieren und die Finanzen kurzfristig zu stabilisieren. Für 2027 wird ein Kompensationsbedarf von rund 6,8 Milliarden Euro erwartet. Die DAK schlägt auch höhere Verbrauchssteuern auf Tabak und Alkohol vor. Langfristige Strukturreformen seien unerlässlich, so Storm weiter. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken plant zudem ein „Auftaktgespräch“ zur Ausgestaltung eines Primärversorgungssystems, wie „aerztezeitung.de“ berichtet.
HPI-Analyse: "123456" bleibt 2025 beliebtestes Passwort in Deutschland
Das Passwort "123456" bleibt auch 2025 in Deutschland der Spitzenreiter – Experten warnen vor unsicheren Kombinationen und raten zu stärkeren Sicherheitsmaßnahmen.
Das Passwort "123456" bleibt auch 2025 in Deutschland der Spitzenreiter – Experten warnen vor unsicheren Kombinationen und raten zu stärkeren Sicherheitsmaßnahmen.
Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) hat bei Analysen von im Darknet aufgetauchten, geleakten Datensätzen herausgefunden, dass "123456" im Jahr 2025 das in Deutschland am häufigsten verwendete Passwort war. Weitere unsichere Kombinationen wie "123456789", "565656" und "12345678" belegen die folgenden Plätze. Solche einfachen Passwörter laden Hacker förmlich dazu ein, Zugangsdaten zu stehlen. Experten vom HPI warnen vor der Wiederverwendung von Passwortkombinationen und empfehlen, für jeden Dienst ein eigenes, starkes Passwort zu wählen. Zudem wird die Nutzung von Passwortmanagern und die Aktivierung von Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) betont. Anstelle regelmäßiger Passwortwechsel sollten sichere, lange Passwörter und alternative Anmeldeverfahren wie Passkeys verwendet werden (Quelle: Ärzte Zeitung).
Neues Alzheimer-Medikament zeigt Vorteile in früher Krankheitsphase
Neues Alzheimer-Medikament Valiltramiprosat zeigt vielversprechende Erfolge in frühen Krankheitsphasen bei Patienten mit hohem Risiko für Hirnödeme.
Neues Alzheimer-Medikament Valiltramiprosat zeigt vielversprechende Erfolge in frühen Krankheitsphasen bei Patienten mit hohem Risiko für Hirnödeme.
Laut einem Bericht der Ärzte Zeitung könnte das Medikament Valiltramiprosat eine neue Behandlungsmöglichkeit für Patienten mit Alzheimer und zwei ApoE4-Allelen darstellen. Diese Gruppe ist aufgrund des hohen Risikos für amyloidbezogene Hirnödeme und -blutungen normalerweise von einer Therapie mit Amyloidantikörpern ausgeschlossen. In einer Phase-III-Studie zeigte sich, dass Valiltramiprosat bei Patienten mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen deutliche Vorteile bringt. Die Teilnehmer der Studie, die Valiltramiprosat erhielten, erlebten im Vergleich zu denjenigen, die ein Placebo einnahmen, eine signifikant geringere Abnahme des Hirnvolumens und weniger kognitive Verschlechterung. Dr. Susan Abushakra präsentierte diese Ergebnisse auf der CTAD-Tagung in San Diego und betonte, dass die Behandlung vor allem in frühen Stadien von Alzheimer Vorteile bringt. Ärzte Zeitung unterstreicht, dass weitere Studien erforderlich sind, um das Potenzial dieser Therapieoption zu bestätigen.
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