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Digitalisierung und Technologie
20.08.2026
Deutschland befürwortet elektronische Verordnungen für Heil- und Hilfsmittel
Eine große Mehrheit der Deutschen unterstützt elektronische Verordnungen für Heil- und Hilfsmittel, um Effizienz und Transparenz im Gesundheitswesen zu steigern.
Eine große Mehrheit der Deutschen unterstützt elektronische Verordnungen für Heil- und Hilfsmittel, um Effizienz und Transparenz im Gesundheitswesen zu steigern.
Eine große Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland spricht sich für die Einführung elektronischer Verordnungen auch für Heil- und Hilfsmittel aus, wie eine aktuelle Erhebung zeigt. Besonders hoch ist die Zustimmung bei jüngeren Erwachsenen bis 39 Jahre, wo sie sogar 91 Prozent erreicht. Der digitale Prozess wird von sieben Krankenkassen erprobt, berichtet die "Ärzte Zeitung". Ziel des elektronischen Verfahrens ist es, den Verordnungsprozess effizienter und transparenter zu gestalten und somit die Versorgung der Patienten zu verbessern. Dieser Vorstoß könnte einen bedeutenden Schritt in der Digitalisierung des Gesundheitswesens darstellen. (Quelle: Ärzte Zeitung)
GKV meldet 2,3 Milliarden Euro Überschuss trotz steigender Ausgaben
Trotz 2,3 Milliarden Euro Überschuss warnt die GKV vor steigenden Ausgaben, die Rücklagen erfordern, um ein Defizit zu verhindern.
Trotz 2,3 Milliarden Euro Überschuss warnt die GKV vor steigenden Ausgaben, die Rücklagen erfordern, um ein Defizit zu verhindern.
Zur Jahresmitte 2026 verzeichnet die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) einen Überschuss von rund 2,3 Milliarden Euro. Dies geht aus den aktuellen Finanzdaten von vier Kassenarten hervor. Trotz des Überschusses steigt die Dynamik der Leistungsausgaben, was Kassenmanager keineswegs als Entspannungssignal werten. Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende der Ersatzkassen, nennt die Finanzlage „angespannt“, da der Überschuss zur Auffüllung der gesetzlich vorgeschriebenen Rücklagen benötigt wird. Die Leistungsausgaben stiegen im ersten Halbjahr um 7,1 Prozent je Versicherten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, während die Einnahmen nur um 6,6 Prozent zunahmen, so die Ärzte Zeitung. Die AOK-Gemeinschaft kommentiert, dass die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben sich weiter öffnet und für 2026 ein Defizit erwartet wird. Die Kassenverbände fordern, dass Einsparvolumen aus dem Beitragssatzstabilisierungsgesetz vollständig genutzt werden müssen, um weitere Sparmaßnahmen zu vermeiden.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
19.08.2026
Pflegekräfte sollen Medikamentenpläne von Senioren prüfen
Pflegekräfte sollen bei Entlassung von Senioren sedierende Medikamente auf Notwendigkeit prüfen, um Gesundheitsrisiken zu minimieren.
Pflegekräfte sollen bei Entlassung von Senioren sedierende Medikamente auf Notwendigkeit prüfen, um Gesundheitsrisiken zu minimieren.
Bei der Entlassung älterer Patienten aus dem Krankenhaus wird oft ein sedierendes Medikament neu in den Medikationsplan aufgenommen. Es ist entscheidend, zu überprüfen, ob die Verordnung noch notwendig ist, da diese gemäß einer Studie mit erheblichen gesundheitlichen Risiken verbunden sein kann. Pflegekräfte und Angehörige werden ermutigt, den Medikationsplan der Senioren sorgfältig zu prüfen, um unnötige Gesundheitsrisiken zu vermeiden. Diese Information wurde von aerztezeitung.de bereitgestellt.
Krankenkassen mit Überschuss: Steigende Arzneimittelkosten trüben Bild
Trotz eines Überschusses von über zwei Milliarden Euro bei den gesetzlichen Krankenkassen steigen die Arzneimittel- und Arzthonorarkosten weiter stark an.
Trotz eines Überschusses von über zwei Milliarden Euro bei den gesetzlichen Krankenkassen steigen die Arzneimittel- und Arzthonorarkosten weiter stark an.
Im ersten Halbjahr 2026 zeichnet sich bei den gesetzlichen Krankenkassen ein Überschuss von mehr als zwei Milliarden Euro ab, so berichtet die Ärzte Zeitung. Dieser Überschuss resultiert hauptsächlich aus den Einnahmen der Ersatzkassen, der AOK-Gemeinschaft und der Betriebskrankenkassen. Trotz dieses finanziellen Vorteils gibt es keine Entwarnung: Die Ausgaben für Arzneimittel und Arzthonorare steigen weiterhin dynamisch, teils um über sieben Prozent. Die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben wird größer, was laut Jens Martin Hoyer vom AOK-Bundesverband bedeutet, dass ohne weitere Einsparungen die Zusatzbeiträge 2027 nicht stabil gehalten werden können. Anne-Katrin Klemm vom BKK Dachverband sieht ebenfalls keinen Rückgang der Ausgabendynamik und erwartet kurzfristig zusätzlich notwendige Sparmaßnahmen. Laut Ärzte Zeitung wird die geplante Rückkehr zu einer einnahmenorientierten Ausgabenpolitik als notwendig erachtet, um die GKV-Finanzen nachhaltig zu stabilisieren.
DGIM: Ernährungsstatus bei Tumorerkrankungen regelmäßig prüfen
Die DGIM rät, bei Tumorerkrankungen den Ernährungsstatus frühzeitig zu prüfen und gegebenenfalls eine Intervention einzuleiten, um die Therapieergebnisse zu verbessern.
Die DGIM rät, bei Tumorerkrankungen den Ernährungsstatus frühzeitig zu prüfen und gegebenenfalls eine Intervention einzuleiten, um die Therapieergebnisse zu verbessern.
Ab der Diagnose einer Tumorerkrankung sollte der Ernährungsstatus regelmäßig mit validierten Assessment-Tools erfasst und bei vorhandener oder drohender Mangelernährung eine Ernährungsintervention empfohlen werden, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM). Diese Empfehlung ist Teil der „Klug entscheiden“-Initiative, die sich für ein evidenzbasiertes und ressourcenschonendes Vorgehen in der Medizin starkmacht. Der Fokus liegt hierbei darauf, Mangelernährung frühzeitig zu erkennen und entsprechend gegenzusteuern, um die Lebensqualität und das Therapieergebnis bei Krebserkrankungen zu verbessern. Details zu diesen neuen Empfehlungen sind auf der Webseite der „Ärzte Zeitung“ nach dem Login verfügbar (Quelle: aerztezeitung.de).
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
18.08.2026
Ausländische Pflegekräfte: Schlüsselrolle im deutschen Gesundheitswesen
Ausländische Pflegekräfte nehmen eine immer wichtigere Rolle im deutschen Gesundheitswesen ein, besonders in Engpassberufen mit hohem Personalbedarf.
Ausländische Pflegekräfte nehmen eine immer wichtigere Rolle im deutschen Gesundheitswesen ein, besonders in Engpassberufen mit hohem Personalbedarf.
Die Bedeutung von ausländischen Beschäftigten im deutschen Gesundheitswesen wächst kontinuierlich, wie die Bundesagentur für Arbeit bezeugt. Insbesondere in Engpassberufen, also Berufsgruppen mit überdurchschnittlich langen Nachbesetzungszeiten für offene Stellen, hat der Anteil ausländischer Arbeitnehmer stark zugenommen. So stieg beispielsweise der Anteil ausländischer Pflegekräfte zwischen 2021 und 2025 von 9,7 auf 15,1 Prozent an. Insgesamt arbeiteten im vergangenen Jahr etwa 940.000 Menschen mit Zuwanderungshintergrund in Gesundheitsberufen. Diese Entwicklung unterstreicht die Abhängigkeit des deutschen Arbeitsmarktes von ausländischen Arbeitskräften, ein Trend, der sich auch in anderen Branchen abzeichnet. Die Bundesregierung sieht bis 2029 einen Bedarf von 4,8 Millionen Arbeitskräften, wovon jedoch nur 4,4 Millionen aus dem Bildungssektor oder durch Zuwanderung gedeckt werden können. Auch in ärztlichen Fachgruppen, wie der Psychiatrie und Chirurgie, sind ausländische Arbeitskräfte unverzichtbar. (Quelle: Ärzte Zeitung)
KI revolutioniert Personalabteilungen: Datenschutz bleibt Herausforderung
KI gewinnt in Personalabteilungen an Bedeutung, doch Datenschutz und EU-Regulierungen bleiben Hürden, wie eine Bitkom-Umfrage zeigt.
KI gewinnt in Personalabteilungen an Bedeutung, doch Datenschutz und EU-Regulierungen bleiben Hürden, wie eine Bitkom-Umfrage zeigt.
In den Personalabteilungen von deutschen Unternehmen gewinnt der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) zunehmend an Bedeutung, auch wenn der flächendeckende Durchbruch noch aussteht. Laut einer repräsentativen Erhebung des Digitalverbands Bitkom, an der über 600 Unternehmen teilnahmen, nutzen bereits 14 Prozent der Betriebe KI-gestützte Anwendungen zur Erstellung von Arbeitszeugnissen. Mehr als die Hälfte der Unternehmen interessiert sich für künftige Anwendungen. In der individuellen Weiterbildung und beim Onboarding neuer Mitarbeiter zeigt sich ebenfalls eine hohe Bereitschaft zur Nutzung von KI. Trotz ihres wachsenden Einsatzes sind Datenschutzbedenken und EU-Regulierungen Hemmschwellen, die die Verbreitung hemmen. Strenge Vorgaben zum Datenschutz sowie Rechtsunsicherheiten im Zusammenhang mit dem europäischen AI Act bremsen insbesondere den Einsatz in der Personalarbeit, da viele Anwendungen als Hochrisikosysteme eingestuft werden, so Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer von Bitkom. (Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Neues Gesetz stoppt Kassenrezepte für Cannabis-Blüten
Das neue Gesetz verhindert Kassenrezepte für Cannabis-Blüten und fordert alternative Lösungen für Patienten. Experten erläutern die praktische Umsetzung der Regelungen.
Das neue Gesetz verhindert Kassenrezepte für Cannabis-Blüten und fordert alternative Lösungen für Patienten. Experten erläutern die praktische Umsetzung der Regelungen.
Das im Juli in Kraft getretene Beitragssatzstabilisierungsgesetz hat merkliche Auswirkungen auf die Verordnung von Cannabis-Medikamenten: Cannabis-Blüten können nun nicht mehr auf Kassenrezept verschrieben werden. Diese Änderung wirft Fragen hinsichtlich der verordnungsfähigen Darreichungsformen und der Einsatznotwendigkeit von Fertigarzneimitteln auf. Laut Dr. Konrad F. Cimander, Vorsitzender der Deutschen Medizinal-Cannabis Gesellschaft, erläutern der GKV-Spitzenverband und die KBV, wie diese Regelungen praktisch umzusetzen sind. Patienten, die ein schnelles Anfluten des Wirkstoffs benötigen, könnten nun durch alternative Darreichungsformen versorgt werden, wobei der Gemeinsame Bundesausschuss ebenfalls involviert ist. Zudem wird im „ÄrzteTag“-Podcast auf die Bedeutung der Indikation bei Fertigarzneimitteln hingewiesen und mögliche gesetzgeberische Schritte gegen Telemedizin-Plattformen diskutiert, die Medizinal-Cannabis per Privatrezept vermitteln. Quelle: aerztezeitung.de.
Steuerliche Entlastung für Pflegekosten von Eltern gefordert
Es werden Forderungen laut, die Einkommensgrenze für steuerliche Entlastung von Pflegekosten für Eltern abzuschaffen und somit mehr Kinder finanziell zu entlasten.
Es werden Forderungen laut, die Einkommensgrenze für steuerliche Entlastung von Pflegekosten für Eltern abzuschaffen und somit mehr Kinder finanziell zu entlasten.
Kinder, die Pflegekosten für ihre Eltern übernehmen, können diese laut Frankfurter Allgemeine Zeitung steuerlich absetzen. Voraussetzung dafür ist, dass ihre Eltern als pflegebedürftig gelten. Derzeit werden Kinder erst herangezogen, wenn ihr Gesamtjahreseinkommen 100.000 Euro übersteigt. Aus dem Bundesgesundheitsministerium gibt es allerdings Forderungen, diese Einkommensgrenze abzuschaffen, sodass möglicherweise auch Kinder mit geringeren Einkommen an Kosten beteiligt werden könnten. Es wäre sinnvoll, dass sich Familien bereits frühzeitig mit den anstehenden finanziellen Belastungen auseinandersetzen, um gut vorbereitet zu sein (Quelle: FAZ).
Gesunde Ernährung gegen Gebrechlichkeit: Experten diskutieren Lösungen
Beim DGIM-Kongress betonen Experten, wie pflanzliche Ernährung altersbedingte Gebrechlichkeit bekämpfen kann, um Kraft und Mobilität im Alter zu erhalten.
Beim DGIM-Kongress betonen Experten, wie pflanzliche Ernährung altersbedingte Gebrechlichkeit bekämpfen kann, um Kraft und Mobilität im Alter zu erhalten.
Im Alter steigt das Risiko von Multimorbidität, Sarkopenie und Gebrechlichkeit. Besonders die Ernährung ist ein Schlüsselfaktor, der beeinflusst, wie gesund ein Mensch altert. Beim 132. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) wurde diskutiert, welche Ernährungsweisen diesem Risiko entgegenwirken können. Pflanzliche Lebensmittel könnten eine wichtige Rolle spielen, indem sie vor diesen altersbedingten Beschwerden schützen. Experten teilten ihr Wissen über Strategien, um die Kraft und Mobilität älterer Menschen durch richtige Ernährung zu erhalten und so die Lebensqualität zu steigern. Diese Erkenntnisse waren Teil der Fachdebatten auf dem Kongress, der eine Plattform für den Austausch neuer, evidenzbasierter Ansätze zur Förderung eines gesunden Alterns darstellte. Weitere Inhalte sind auf der Website von 'Ärzte Zeitung' verfügbar, sobald die Nutzer eingeloggt sind.
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