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Medizin, Gesundheit und Prävention
26.08.2025
RKI warnt: Große Impflücken bei chronisch kranken jungen Erwachsenen
RKI mahnt: Große Impflücken bei chronisch kranken jungen Erwachsenen gefährden deren Gesundheit—besonders bei Grippeimpfungen besteht dringender Handlungsbedarf.
RKI mahnt: Große Impflücken bei chronisch kranken jungen Erwachsenen gefährden deren Gesundheit—besonders bei Grippeimpfungen besteht dringender Handlungsbedarf.
Das interaktive Dashboard des Robert Koch Instituts (RKI) zeigt signifikante Impflücken bei chronisch Kranken, besonders in den jüngeren Altersgruppen. Nur etwa jeder Zehnte der Personen mit Grunderkrankung im Alter von 18-59 Jahren hat sich zum Berichtszeitpunkt 2023/24 gegen Influenza impfen lassen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt unabhängig vom Alter allen Personen mit Grunderkrankungen eine Influenzaimpfung. Darunter fallen chronische Erkrankungen der Atmungsorgane, Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenerkrankungen, Diabetes mellitus, neurologische Erkrankungen wie z.B. Multiple Sklerose (MS), angeborene oder erworbene Immundefizienz sowie eine HIV-Infektion. Besonders bei jüngeren Patienten mit relevanten Grunderkrankungen zeigt sich das große Defizit in den Impfquoten: Bei den 18- bis 29-jährigen Chronikern liegt diese bei nur 6,4%. Laut "aerztezeitung.de" ist das Risiko für chronisch Kranke bei einer Influenzainfektion besonders hoch, was eine Grippeimpfung umso wesentlicher macht.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
26.08.2025
Stiftung Warentest: Große Preis- und Qualitätsunterschiede bei Rollatoren
Große Preis- und Qualitätsunterschiede bei Rollatoren: Stiftung Warentest zeigt von 67 bis 556 Euro Unterschiede in Komfort und Bedienbarkeit auf.
Große Preis- und Qualitätsunterschiede bei Rollatoren: Stiftung Warentest zeigt von 67 bis 556 Euro Unterschiede in Komfort und Bedienbarkeit auf.
Stiftung Warentest hat elf Rollatoren getestet, von denen einige Modelle wenig überzeugen konnten. Der Test umfasste sowohl Leichtgewichtrollatoren aus Carbon und Aluminium als auch Standardmodelle. Die Preisspanne reicht von 67 bis 556 Euro. Die Ergebnisse zeigen erhebliche Unterschiede in Komfort und Bedienbarkeit. Testsieger punkten mit leichtem Falten, Stabilität und Nutzerfreundlichkeit, jedoch sind sie teurer. Stiftung Warentest empfiehlt, Rollatoren gemäß den spezifischen Bedürfnissen auszuwählen, ob für den Einsatz drinnen oder draußen. Für besonders leichte Modelle erfordern Kassen oft Zuzahlungen. Testeinkäufe erfolgten im Frühjahr 2025, mit Preisanfragen im Juni 2025.
Krankenhausreform gefährdet altersgerechte Akutversorgung: Bundesverband Geriatrie warnt vor negativen Folgen für betagte Patienten durch unzureichende Leistungsgruppen.
Krankenhausreform gefährdet altersgerechte Akutversorgung: Bundesverband Geriatrie warnt vor negativen Folgen für betagte Patienten durch unzureichende Leistungsgruppen.
Der Bundesverband Geriatrie warnt davor, dass die aktuelle Krankenhausreform die geriatriespezifische Akutmedizin bei polymorbiden Patienten vernachlässigt, was sich negativ auf die Versorgungsstrukturen auswirken könnte. Laut Dirk van den Heuvel, Geschäftsführer des Verbandes, fehlt es im Leistungsgruppenkatalog an einer Darstellung dieser medizinischen Disziplin, obwohl eine eigene Leistungsgruppe Geriatrie existiert. Diese umfasst jedoch nur die geriatrische Frührehabilitation. Van den Heuvel spricht von „fatalen Folgen für Umfang und Qualität der Versorgung betagter Menschen“ und fordert die Einführung einer zusätzlichen Leistungsgruppe. Eine Übergangslösung sei nötig, da die neuen Richtlinien erst in einem noch nicht aktiven Ausschuss entwickelt werden sollen. Der Verband hebt die Bedeutung des multimodalen Handlungsansatzes hervor, der durch ein multidisziplinäres Team eine umfassende Behandlung ermöglichen soll. Die Gefahr besteht, dass einzelne Geriatrien die Mindestvorhaltezahlen nicht mehr erfüllen könnten. (Quelle: aerztezeitung.de)
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
25.08.2025
Privates Stipendium gegen Ärztemangel im Landkreis Greiz gestartet
Ein privates Stipendium soll den Ärztemangel im Landkreis Greiz bekämpfen, indem es Medizinstudierende finanziell unterstützt, hier tätig zu werden.
Ein privates Stipendium soll den Ärztemangel im Landkreis Greiz bekämpfen, indem es Medizinstudierende finanziell unterstützt, hier tätig zu werden.
Im Landkreis Greiz sind aktuell 16 Hausarztsitze unbesetzt. Private Sponsoren setzen sich jetzt für die Region ein und unterstützen angehende Mediziner finanziell, um sie in der Gegend zu halten. Ein neu ins Leben gerufenes Stipendium soll bleibewilligen Medizinstudierenden Perspektiven bieten und die medizinische Versorgung nachhaltig verbessern. Die Förderung durch den Verein ist ein wichtiger Schritt, dem Ärztemangel in ländlichen Regionen entgegenzuwirken, indem sie künftige Ärzte motiviert, nach ihrem Studium in der Region tätig zu werden. (Quelle: aerztezeitung.de)
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
25.08.2025
Pflegebauernhof im Westerwald bietet Senioren aktive Lebensgemeinschaft
Pflegebauernhof im Westerwald bietet Senioren mit Demenz eine aktive Gemeinschaft mit Tierpflege und einem Gefühl der Nützlichkeit als Alternative zum Pflegeheim.
Pflegebauernhof im Westerwald bietet Senioren mit Demenz eine aktive Gemeinschaft mit Tierpflege und einem Gefühl der Nützlichkeit als Alternative zum Pflegeheim.
Auf einem Pflegebauernhof im Westerwald wohnen ältere Menschen, viele mit Demenz, in einer ungewöhnlichen Lebensgemeinschaft. Anstatt in einem herkömmlichen Pflegeheim ihren Lebensabend abzuwarten, nehmen sie aktiv am Alltag teil. Der 75-jährige Jürgen Thorbeck, einer der 22 Bewohner, kümmert sich um Alpakas und sammelt Eier. Auf dem Hof von Guido Pusch, der Hofleiter und Maschinenbauer ist, sorgen Tiere wie Hunde, Katzen und Alpakas für ein lebendiges Miteinander. Die Senioren leben in Einzelapartments oder Zimmern und tragen durch kleine Aufgaben zur Gemeinschaft bei, was ihnen ein Gefühl der Nützlichkeit gibt. Pusch hat den Hof vor Jahren umgestaltet, als seine Großmutter pflegebedürftig wurde. Der Hof, seit 1771 im Besitz der Puschs, wurde 2010 in einen Pflegebauernhof umgewandelt. Guido Pusch plant, sein Konzept auch international umzusetzen. Die Idee, Pflege und Landwirtschaft zu verbinden, sieht er als ländliche Alternative zum klassischen Pflegeheim. (Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
25.08.2025
Mobbing am Arbeitsplatz: Unternehmen drohen teure Konsequenzen
Mobbing führt zu Leid und hohen Kosten für Firmen. Arbeitgeber sollten handeln, um teure Folgen zu vermeiden, mahnt die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
Mobbing führt zu Leid und hohen Kosten für Firmen. Arbeitgeber sollten handeln, um teure Folgen zu vermeiden, mahnt die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
Menschen, die am Arbeitsplatz Mobbing ausgesetzt sind, leiden oft still. Arbeitgeber sollten das Thema ernst nehmen, denn es kann teure Konsequenzen haben, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Beim Betreten der Kaffeeküche wird es leise; Kollegen verlassen wortlos den Raum. Kein „Guten Morgen“ zur Begrüßung, kein Gruß zum Feierabend. Stattdessen wird getuschelt, begleitet von Bemerkungen wie „Dich sitzen wir auch noch aus!“. So hatte sich Stefanie Kramer ihren neuen Job nicht vorgestellt. Die Neunundzwanzigjährige, deren Name geändert wurde, schildert in einem Internet-Forum ihre Erlebnisse. Sie fühlte sich unsicher, litt unter Schlafstörungen und hatte schließlich ständig Angst, Fehler zu machen. Solche Situationen verdeutlichen, dass Mobbing ernst genommen werden muss, um hohe Folgekosten zu vermeiden. Die Quelle verweist auf das Potenzial für Schäden, wenn Unternehmen das Thema herunterspielen.
Neue Ansätze zur Sturzprävention in Pflegeheimen vorgestellt
Neue Ansätze zur Sturzprävention in Heimen könnten die Sicherheit erhöhen und den Pflegealltag erleichtern, so die „Ärzte Zeitung“.
Neue Ansätze zur Sturzprävention in Heimen könnten die Sicherheit erhöhen und den Pflegealltag erleichtern, so die „Ärzte Zeitung“.
Stürze älterer Menschen treten in Pflegeheimen besonders häufig auf, sind jedoch potenziell vermeidbar. Eine Übersichtsarbeit, vorgestellt in der „Ärzte Zeitung“, untersuchte verschiedene Methoden zur Sturzprävention. Ergebnisse und Strategien solcher Maßnahmen könnten deutliche Verbesserungen in der Sicherheit und Lebensqualität der Bewohner bedeuten und den Pflegealltag nachhaltig entlasten. Fachexpertinnen und -experten aus der geriatrischen Medizin sind aufgerufen, sich mit den vorgestellten Ansätzen auseinanderzusetzen, um die Wirksamkeit von Präventionsmaßnahmen weiter zu erforschen und zu etablieren.
Gematik startet digitale Ära: Finale Spezifikation für T-Rezept veröffentlicht
Gematik setzt Meilenstein: Finale Spezifikation für das elektronische T-Rezept veröffentlicht – Start der digitalen Umsetzung ab 2026.
Gematik setzt Meilenstein: Finale Spezifikation für das elektronische T-Rezept veröffentlicht – Start der digitalen Umsetzung ab 2026.
Die gematik hat im August 2025 die finale Spezifikation für das elektronische T-Rezept veröffentlicht, das ab 2026 eingeführt werden soll. Dies ist ein bedeutender Schritt zur Digitalisierung weiterer Verordnungsprozesse und erweitert die elektronische Medikationsliste funktional. Das T-Rezept, ein Sonderrezept für Arzneimittel mit den Wirkstoffen Lenalidomid, Pomalidomid und Thalidomid, unterliegt aufgrund seiner teratogenen Wirkung strengen Verordnungsvorgaben, um Fehlbildungen oder Entwicklungsstörungen bei ungeborenen Kindern zu vermeiden. Der Abschluss der Kommentierungsrunden mit den Gesellschaftern der gematik und dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte markiert den Beginn der Umsetzungsphase durch die Industrie, betont die gematik in ihrer Pressemitteilung. Bislang wurden rund 170.000 T-Rezepte jährlich in Papierform ausgestellt; diese werden zukünftig digital im E-Rezept-Fachdienst gespeichert und automatisiert verarbeitet. Quelle: Ärztezeitung.
Neuer Corona-Impfstoff von BioNTech: Bestellung bis 9. September möglich
Praxen können bis zum 9. September Coronaimpfstoff von BioNTech bei Apotheken bestellen, Auslieferung startet am 15. September. (Quelle: aerztezeitung.de)
Praxen können bis zum 9. September Coronaimpfstoff von BioNTech bei Apotheken bestellen, Auslieferung startet am 15. September. (Quelle: aerztezeitung.de)
Praxen können in diesem Jahr Coronaimpfstoff erstmals bis zum 9. September (12 Uhr) bei den Apotheken bestellen. Das an LP.8.1 angepasste Präparat von BioNTech/Pfizer (Comirnaty ® LP.8.1) werde danach am 15. September erstmals ausgeliefert, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mitteilte, unter Berufung auf das Zentrum für Pandemie-Impfstoffe und -Therapeutika (ZEPAI) am Paul-Ehrlich-Institut. Die mRNA-Vakzine bleibt in Mehrdosenbehältnissen verfügbar. Der Bund ist weiterhin verpflichtet, Impfstoffe aus dem Zentraleinkauf der EU-Kommission abzunehmen. Daher können Kassen keine Regressansprüche geltend machen, falls Impfstoffdosen verfallen oder weniger als sechs Impfstoffdosen aus einem Behältnis verwendet werden. Allerdings könnten Verordnungen konkurrierender Produkte zu Comirnaty ® als unwirtschaftlich sanktioniert werden, da ihnen durch das BioNTech-Präparat keine Kosten entstehen. Eine neue Dokumentationsziffer zur Abrechnung wird es ab dem 1. September geben (GOP 88349), so die KBV. (Quelle: aerztezeitung.de)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
21.08.2025
Forderung nach rascher Notfallreform: Integrierte Zentren geplant
Eine Notfallreform mit integrierten Zentren soll überlastete Notaufnahmen entlasten und Milliarden einsparen, fordert die Deutsche Krankenhausgesellschaft.
Eine Notfallreform mit integrierten Zentren soll überlastete Notaufnahmen entlasten und Milliarden einsparen, fordert die Deutsche Krankenhausgesellschaft.
Die Debatte um die Reform der Notfallversorgung in Deutschland ist in vollem Gange. Dr. Gerald Gaß, Vorstandschef der Deutschen Krankenhausgesellschaft, betont, dass die Menschen es mittlerweile als selbstverständlich ansehen, in Notfällen direkt ins Krankenhaus zu gehen, was zu überlasteten Notaufnahmen führt. Die geplante Reform solle daher nicht weiter aufgeschoben werden. Ein Vorschlag der Krankenhausgesellschaft sieht den Aufbau kooperativ betriebener Integrierter Notfallzentren (INZ) vor, die gemeinsam von Krankenhäusern und Kassenärztlichen Vereinigungen betrieben werden. Diese Zentren könnten als organisatorischer Ankerpunkt dienen. Ebenfalls wird eine digital unterstützte Leitstelle gefordert, die rund um die Uhr erreichbar sein soll und eine adäquate Ersteinschätzung ermöglichen muss. Der Hamburger Gesundheitsökonom Professor Jonas Schreyögg prognostiziert, dass eine solche Reform jährliche Entlastungen von knapp fünf Milliarden Euro bringen könnte. Stimmen aus der Politik, einschließlich Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, signalisieren Unterstützung für rasche Reformmaßnahmen. (Quelle: Ärzte Zeitung)
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