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Pflegepolitik und Recht
29.10.2025
Bundesarbeitsgericht: Vergleichslohn bei Diskriminierung ausreichend
Das Bundesarbeitsgericht legt fest: Ein Vergleichslohn eines Kollegen reicht aus, um Lohndiskriminierung zu begründen. Arbeitgeber müssen Unterschiede rechtfertigen.
Das Bundesarbeitsgericht legt fest: Ein Vergleichslohn eines Kollegen reicht aus, um Lohndiskriminierung zu begründen. Arbeitgeber müssen Unterschiede rechtfertigen.
Das Bundesarbeitsgericht hat entschieden, dass bei der Forderung nach Lohngerechtigkeit der Vergleich mit einem Kollegen oder einer Kollegin auf einem ähnlichen Posten ausreicht. Im kürzlich entschiedenen Fall der Abteilungsleiterin bei Daimler Trucks, die zwischen 2010 und 2018 mehrfach in Mutterschutz und Elternzeit war, bestätigten die Richter in Erfurt den Maßstab für mögliche Diskriminierung durch den Vergleich mit besser verdienenden Kollegen. Diese Entscheidung ist insbesondere auch für Ärzte im ambulanten Sektor von Bedeutung. Laut Urteil genügt es, wenn eine Arbeitnehmerin darlegt, dass ein vergleichbarer Kollege mehr verdient. Danach muss der Arbeitgeber Gründe für die Ungleichbehandlung darlegen. Daimler Trucks soll dazu vor dem Landesarbeitsgericht Stuttgart Stellung nehmen. Dieses Urteil könnte weitreichende Auswirkungen auf die Praxis der Lohngerechtigkeit haben. (Quelle: aerztezeitung.de)
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
29.10.2025
Kabinett beschließt größten Anstieg des Mindestlohns auf 14,60 Euro
Das Kabinett beschließt die Anhebung des Mindestlohns auf 14,60 Euro bis 2027, den größten Anstieg seit dessen Einführung.
Das Kabinett beschließt die Anhebung des Mindestlohns auf 14,60 Euro bis 2027, den größten Anstieg seit dessen Einführung.
Das Bundeskabinett hat die von Bundesministerin Bärbel Bas vorgelegte Fünfte Mindestlohnanpassungsverordnung verabschiedet. Ab dem 1. Januar 2026 wird der gesetzliche Mindestlohn auf 13,90 Euro pro Stunde erhöht und ab dem 1. Januar 2027 auf 14,60 Euro. Diese Anpassung basiert auf dem Beschluss der Mindestlohnkommission vom 27. Juni 2025. Der Mindestlohn steigt somit zunächst um 8,42 Prozent und im darauffolgenden Jahr um weitere 5,04 Prozent – insgesamt also um 13,88 Prozent. Laut BMAS ist diese Erhöhung ein wichtiger Schritt für mehr Gerechtigkeit und Anerkennung derjenigen, die täglich zur Wirtschaft des Landes beitragen. Diese Anhebung stellt die größte Lohnerhöhung seit der Einführung des Mindestlohns dar, die auf sozialpartnerschaftlicher Basis vereinbart wurde.
Elektronische Patientenakte: Chancen und Hürden für ältere Patienten
Die elektronische Patientenakte birgt Chancen und Hürden für Senioren: Sie modernisiert die Gesundheitsversorgung, stellt ältere Nutzer jedoch vor technische Herausforderungen.
Die elektronische Patientenakte birgt Chancen und Hürden für Senioren: Sie modernisiert die Gesundheitsversorgung, stellt ältere Nutzer jedoch vor technische Herausforderungen.
Die elektronische Patientenakte (ePA) sollte das deutsche Gesundheitssystem digitalisieren und die medizinische Versorgung durch vereinfachten Zugang zu Gesundheitsdaten modernisieren. Seit Mitte Februar verfügt jeder Versicherte über eine solche Akte, es sei denn, es wurde ausdrücklich widersprochen. In der ePA können Arztbriefe, Krankengeschichten und Medikationslisten gespeichert und eingesehen werden. Diese technische Neuerung zielt darauf ab, Behandlungsprozesse sowohl für Ärztinnen und Ärzte als auch für Patientinnen und Patienten zu erleichtern, indem der bürokratische Aufwand reduziert wird. Doch die Nutzung gestaltet sich als Herausforderung, besonders für ältere Menschen, da bis zu drei verschiedene Apps erforderlich sind, um die Freigabe von Gesundheitsdaten individuell zu regeln. Das Bundesgesundheitsministerium betont jedoch die Vorteile der digitalen Lösungen für den Behandlungsalltag. (Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Umfrage: Vitamin D-Versorgung in Deutschland stark unzureichend
Eine Umfrage zeigt: 90% der Befragten halten die Vitamin D-Versorgung in Deutschland für unzureichend, was eine Ergänzung der Ernährung nahelegt.
Eine Umfrage zeigt: 90% der Befragten halten die Vitamin D-Versorgung in Deutschland für unzureichend, was eine Ergänzung der Ernährung nahelegt.
Rund 90% der Teilnehmer einer aktuellen Umfrage, die von der Ärzte Zeitung in Kooperation mit P&G Health durchgeführt wurde, bewerten die Vitamin D-Versorgung in Deutschland als unzureichend. Diese Einschätzung legt nahe, dass eine Supplementierung von Vitamin D notwendig ist, um die Versorgung zu verbessern.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
27.10.2025
Aggressionen im Gesundheitswesen: 75 % der Ärzte betroffen
Drei Viertel der Ärzte erlebten im letzten Jahr Aggressionen, oft verursacht durch organisatorische Probleme, wie eine neue Studie zeigt.
Drei Viertel der Ärzte erlebten im letzten Jahr Aggressionen, oft verursacht durch organisatorische Probleme, wie eine neue Studie zeigt.
Drei Viertel aller Ärzte und medizinischen Fachangestellten haben in den vergangenen zwölf Monaten Aggressionen erfahren. Dies geht aus einer aktuellen Studie hervor, die in der "Ärzte Zeitung" berichtet wurde. Auffällig ist, dass junge Gesundheitsfachkräfte doppelt so häufig an ihrer Berufswahl zweifeln. Viele der Konfliktsituationen entstehen durch organisatorische Probleme, was auf strukturelle Herausforderungen im Praxisalltag hinweist. Die Studie legt nahe, dass mehr Schutzmaßnahmen und ein besseres Management zur Konfliktvermeidung notwendig sind.
GKV-Spitzenverband erwartet Anstieg des Zusatzbeitrags über 3 Prozent
Der GKV-Spitzenverband erwartet bis 2026 einen Anstieg des Zusatzbeitrags über drei Prozent und kritisiert die Politik für fehlende Transparenz gegenüber Beitragszahlern.
Der GKV-Spitzenverband erwartet bis 2026 einen Anstieg des Zusatzbeitrags über drei Prozent und kritisiert die Politik für fehlende Transparenz gegenüber Beitragszahlern.
Für das Jahr 2026 erwartet der GKV-Spitzenverband einen Anstieg des Zusatzbeitragssatzes auf mehr als drei Prozent. Verbandschef Oliver Blatt äußerte im Interview mit der „Ärzte Zeitung“, dass zahlreiche Krankenkassen Anfang nächsten Jahres ihren Beitrag erhöhen müssten. Er forderte von der Politik mehr Transparenz gegenüber den Beitragszahlern. Das Bundesgesundheitsministerium muss bis Anfang November den offiziellen Zusatzbeitragssatz für das kommende Jahr festlegen. Dieser basiert auf Prognosen des Schätzerkreises, der bereits Mitte Oktober getagt hatte. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hatte Mitte Oktober erklärt, die Beiträge stabil zu halten. Diese Aussage nannte Blatt unvorsichtig, da ein Anstieg des faktischen Beitragssatzes über den aktuellen Durchschnitt von 2,9 Prozent hinaus erwartet wird. Gründe dafür sind gesetzliche Vorgaben, wonach Krankenkassen ihre finanziellen Mindestreserven auffüllen müssen, was vom Schätzerkreis nicht berücksichtigt wird. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
27.10.2025
Neue Impf-Richtlinien für COVID-19, Mpox und Chikungunya in Kraft
Neue Impf-Richtlinien für COVID-19, Mpox und Chikungunya treten in Kraft - Ein wichtiger Schritt zur besseren Anpassung an aktuelle Gesundheitsrisiken.
Neue Impf-Richtlinien für COVID-19, Mpox und Chikungunya treten in Kraft - Ein wichtiger Schritt zur besseren Anpassung an aktuelle Gesundheitsrisiken.
Neue Richtlinien für Schutzimpfungen gegen COVID-19, Mpox und Chikungunya sind in Kraft getreten, die vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beschlossen wurden. Die Beschlüsse umfassen neue Variationen und Indikationen für die genannten Impfungen. Laut der Ärzte Zeitung ist dies ein wichtiger Schritt, um die Impfstrategien an die aktuellen epidemiologischen Entwicklungen anzupassen und die Immunisierung in der Bevölkerung effizienter zu gestalten. Diese Änderungen zielen darauf ab, den Schutz für Risikogruppen und die allgemeine Bevölkerung nachhaltig zu verbessern.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
27.10.2025
Neuer GKV-Chef fordert bessere Patientensteuerung vor Arztbesuchen
GKV-Chef Oliver Blatt mahnt zur besseren Patientensteuerung vor Arztbesuchen, um die Finanzlage der Krankenkassen zu stabilisieren.
GKV-Chef Oliver Blatt mahnt zur besseren Patientensteuerung vor Arztbesuchen, um die Finanzlage der Krankenkassen zu stabilisieren.
Oliver Blatt, neuer Chef des GKV-Spitzenverbandes, sieht dringenden Handlungsbedarf in der Patientensteuerung bereits vor dem Besuch einer Arztpraxis. Diese Ansicht vertritt er, während er gleichzeitig die desaströse Finanzlage der Krankenkassen hervorhebt. Die Herausforderung, Patienten effizienter zu steuern, sei nicht ausschließlich Sache der Ärzte, betont Blatt. Eine umfassendere Herangehensweise, die auch andere Akteure im Gesundheitssystem einbezieht, sei notwendig, um die systeminternen Abläufe zu optimieren. Dies erklärte Blatt in einem Interview mit der Quelle „Ärzte Zeitung“.
ePA: Medikationsplan und neue Funktionen verbessern Patientensicherheit
Neue ePA-Funktionen ab 2026: Ein Medikationsplan verbessert Patientensicherheit und Therapie durch strukturierte Dosierangaben und Einnahmehinweise.
Neue ePA-Funktionen ab 2026: Ein Medikationsplan verbessert Patientensicherheit und Therapie durch strukturierte Dosierangaben und Einnahmehinweise.
Die elektronische Patientenakte (ePA) ist seit Oktober verpflichtend eingeführt worden. Laut Lena Dimde, Product Ownerin der ePA bei der gematik, werden ab 2026 neue Funktionen ergänzt. Der digitale Medikationsprozess soll um einen Medikationsplan erweitert werden, der strukturierte Dosierangaben und Einnahmehinweise umfasst. Dies verbessert die Arzneimitteltherapie- und Patientensicherheit. Zusätzlich ist eine Volltextsuche geplant, um relevante Informationen schnell auffinden zu können. Medizinische Informationsobjekte wie Mutterpass, Impfpass und Kinderuntersuchungsheft sollen künftig auch integriert werden, allerdings stehen die zeitlichen Planungen noch nicht fest. Die Unterschiede zwischen der Medikationsliste, die eine Historie aller Aktivitäten umfasst, und dem neuen Medikationsplan, der aktuelle Medikamenteneinnahmen anzeigt, werden hervorgehoben. Dies sind wichtige Informationen für die Behandlung, da Ärzte sehen können, ob verordnete Medikamente abgeholt wurden. Diese Informationen stammen von der Ärzte Zeitung.
CKD begünstigt Immunalterung: Anstieg des Infektionsrisikos ab Stadium 3a
CKD fördert Immunalterung: Ab Stadium 3a erhöht sich das Infektionsrisiko, weshalb Impfungen für den Schutz der Betroffenen entscheidend sind.
CKD fördert Immunalterung: Ab Stadium 3a erhöht sich das Infektionsrisiko, weshalb Impfungen für den Schutz der Betroffenen entscheidend sind.
Eine chronische Nierenkrankheit (CKD) beeinträchtigt die Immunabwehr auf vielfältige Art und Weise und führt zu einer Art vorzeitigen Alterung des Immunsystems, ähnlich wie das bei Menschen ohne CKD im hohen Alter passiert, erläuterte Professor Matthias Girndt vom Universitätsklinikum Halle. Etwa ab dem CKD-Stadium 3a steigt das Risiko, wegen Infektionen ins Krankenhaus zu müssen, spürbar an. Im Stadium der Dialysepflicht ist die Abwehr dann ähnlich stark eingeschränkt wie bei einer oralen Prednisolon-Therapie. Infektionsschutz durch Impfungen ist daher ein wesentlicher Faktor, betonte der Nephrologe. Zwar sei die Immunantwort bei T-Zell-abhängigen Impfstoffen wie Grippe- und RNA-basierten Covid-Impfstoffen eingeschränkt, aber bei Impfungen mit weniger T-Zell-abhängigen Antigenen, wie Pneumokokken, sei das Impfansprechen oft noch ausgezeichnet. Die Quelle dieser Informationen ist aerztezeitung.de.
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