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Pflegepolitik und Recht
02.02.2026
BMAS leitet Berufung der sechsten Pflegekommission ein
Das BMAS startet die Berufung der sechsten Pflegekommission, um Empfehlungen zu Mindestarbeitsbedingungen in der Pflege festzulegen. Vorschläge bis 16. März 2026.
Das BMAS startet die Berufung der sechsten Pflegekommission, um Empfehlungen zu Mindestarbeitsbedingungen in der Pflege festzulegen. Vorschläge bis 16. März 2026.
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat die Einleitung des Verfahrens zur Berufung der sechsten Pflegekommission bekanntgegeben. Die pflegekommissionsberechtigten Verbände und Gremien sind aufgefordert, geeignete Mitglieder bis zum 16. März 2026 vorzuschlagen. Hauptaufgabe der Pflegekommission ist es, Empfehlungen zur Festlegung zwingender Arbeitsbedingungen, insbesondere Mindestentgelte, für die Pflegebranche zu erarbeiten. Diese Empfehlungen können durch eine Rechtsverordnung des BMAS für sämtliche betroffene Pflegebetriebe verbindlich gemacht werden. Die Pflegekommission wird aus acht Mitgliedern bestehen, die jeweils auf Vorschlag der tarifzuständigen Gewerkschaften, der Arbeitgeberverbände sowie kirchlichen Dienstgeber- und Dienstnehmerseiten ernannt werden. Die Bekanntmachung hierzu wurde im Bundesanzeiger veröffentlicht.
„Apotheker warnt: Hitze kann Wirkung von Medikamenten gefährden“
Hitze gefährdet Medikamentenwirkung: Klaus Schmelzer warnt vor Risiken bei Antibiotika und Pflastern bei steigenden Temperaturen.
Hitze gefährdet Medikamentenwirkung: Klaus Schmelzer warnt vor Risiken bei Antibiotika und Pflastern bei steigenden Temperaturen.
Klaus Schmelzer, Direktor der Apotheke am Universitätsklinikum Augsburg, warnte auf einer Konferenz für medizinische Sicherheit vor den Risiken steigender Temperaturen in Zusammenhang mit der Einnahme bestimmter Medikamente. Bei der Veranstaltung namens „Safety Camp“ erläuterte Schmelzer, dass einige Wirkstoffe, insbesondere in Antibiotika, Schmerzmitteln und Herzmedikamenten, die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen können. Dies kann bei Sonneneinstrahlung zu phototoxischen Reaktionen führen, die schwere Sonnenbrände verursachen. Ebenso können transdermale Pflaster bei Hitze den Wirkstoff ungleichmäßig freisetzen, was Risiken birgt. Eine korrekte Lagerung von Medikamenten bei hohen Temperaturen sei zudem essenziell, um deren Wirksamkeit zu erhalten, so Schmelzer laut aerztezeitung.de.
Neues Konzept mit qualifizierten Assistenzkräften verspricht mehr Pflegequalität und Mitarbeitendenzufriedenheit in stationären Einrichtungen.
Neues Konzept mit qualifizierten Assistenzkräften verspricht mehr Pflegequalität und Mitarbeitendenzufriedenheit in stationären Einrichtungen.
Der GKV-Spitzenverband hat das Modellprogramm zur Weiterentwicklung der Personalbemessung in der vollstationären Pflege abgeschlossen. Ziel des Programms war es, den Personaleinsatz besser an den tatsächlichen Versorgungsbedarfen der Pflegebedürftigen auszurichten und die Pflegequalität zu verbessern. In zehn vollstationären Pflegeeinrichtungen wurde ein neues Personalbemessungskonzept erprobt, das einen veränderten Personalmix vorsah, insbesondere den stärkeren Einsatz qualifizierter Assistenzkräfte. Die Auswertung zeigte positive Effekte auf die Versorgungs- und Lebensqualität sowie die Zufriedenheit der Mitarbeitenden. Die entwickelten Konzepte stehen nun allen Pflegeeinrichtungen zur Verfügung und sollen zur bedarfsgerechteren und zukunftsfähigen Gestaltung des Personaleinsatzes beitragen. Die AOK berichtet, dass das Programm eine bessere Qualität in der Pflege verspricht.
PKV-Verband fordert Prävention zur Entlastung der Pflegeversicherung
PKV-Verband drängt auf mehr Prävention zur Modernisierung der Pflegeversicherung und betont deren Rolle bei Kostensenkung und Lebensqualitätssteigerung.
PKV-Verband drängt auf mehr Prävention zur Modernisierung der Pflegeversicherung und betont deren Rolle bei Kostensenkung und Lebensqualitätssteigerung.
Der PKV-Verband fordert eine deutlich stärkere Nutzung der Prävention und Gesundheitsförderung, um die soziale Pflegeversicherung zu modernisieren und zu entlasten. In einem kürzlich vorgestellten „Sofortprogramm“ betont der Verband die Notwendigkeit dieser Maßnahmen. Laut der Ärzte Zeitung könnten durch Prophylaxe und bessere Beratungsangebote nicht nur die Kosten gesenkt, sondern auch die Lebensqualität und die Gesundheit der Betroffenen nachhaltig verbessert werden. Die Diskussion um die Neugestaltung der Pflegeversicherung bleibt somit ein zentrales Thema für alle Akteure im Gesundheitssektor.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
02.02.2026
GKV beendet Modellprogramm: Bessere Personalplanung in Pflegeheimen
GKV-Modellprogramm zur Personalbemessung in Pflegeheimen endet erfolgreich: Verbesserte Pflegequalität und Mitarbeiterzufriedenheit durch optimierten Personalmix.
GKV-Modellprogramm zur Personalbemessung in Pflegeheimen endet erfolgreich: Verbesserte Pflegequalität und Mitarbeiterzufriedenheit durch optimierten Personalmix.
Der GKV-Spitzenverband hat ein Modellprogramm zur Personalbemessung in der vollstationären Pflege abgeschlossen. Ziel war es, den Personaleinsatz besser an die Versorgungsbedarfe der Pflegebedürftigen anzupassen und die Pflegequalität zu verbessern. In zehn Einrichtungen wurde das Konzept mit einem veränderten Personalmix, insbesondere durch den stärkeren Einsatz qualifizierter Assistenzkräfte, erprobt. Die Ergebnisse zeigen positive Effekte auf die Versorgungs- und Lebensqualität der Bewohner sowie auf die Mitarbeiterzufriedenheit. Die entwickelten Konzepte und Arbeitshilfen stehen nun Pflegeeinrichtungen zur Verfügung. Materialien zur Einführung sind auf der Webseite des GKV-Spitzenverbands verfügbar. Ziel ist eine zukunftsfähigere Personalausstattung in der Pflege. (Quelle: aok.de)
Kliniken im Visier: Experten warnen vor Angriffen auf kritische Infrastruktur
Experten warnen: Kliniken als Teil kritischer Infrastruktur im Fokus von Angriffen, Vorbereitung auf Notfälle entscheidend.
Experten warnen: Kliniken als Teil kritischer Infrastruktur im Fokus von Angriffen, Vorbereitung auf Notfälle entscheidend.
Der Sicherheitsexperte Carlo Masala warnt, dass die Kliniken als Teil der kritischen Infrastruktur zunehmend ins Visier von Angriffen geraten könnten. Auf dem Safety Camp in Augsburg hob Masala hervor, dass sich Kliniken nicht nur auf ausreichend Betten und Personal konzentrieren sollten. Vielmehr sei es unerlässlich, sich auf kriegerische Auseinandersetzungen vorzubereiten. Masala betonte, dass die von den USA veränderte Sichtweise auf Russland und dessen imperiale Bestrebungen Europa vor neue sicherheitspolitische Herausforderungen stelle. Auch der Rückzug der USA aus der europäischen Sicherheitsverantwortung könnte die Situation verschärfen. Das Gesundheitswesen in Europa müsse daher seine Rolle als kritische Infrastruktur anerkennen und sich entsprechend vorbereitet zeigen. Dabei sei es wichtig, dass nicht nur die medizinische Versorgung, sondern auch gesellschaftliche Notfallkompetenz gestärkt werde, um auf mögliche Angriffszenarien reagieren zu können. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Brandenburgs Gesundheitsministerin Müller setzt auf Gesundheitsregionen als Lösung für Fachkräftemangel und steigende Anforderungen im Gesundheitswesen.
Brandenburgs Gesundheitsministerin Müller setzt auf Gesundheitsregionen als Lösung für Fachkräftemangel und steigende Anforderungen im Gesundheitswesen.
Brandenburgs Gesundheitsministerin Britta Müller plädiert in einem Gastbeitrag für das Modell der Gesundheitsregionen als zukunftsweisende Antwort auf Herausforderungen wie Fachkräftemangel und steigende Qualitätsanforderungen im Gesundheitswesen. Die Krankenhausreform zwingt dazu, Versorgungsstrukturen neu zu denken. Nach Müllers Ansicht ist nicht mehr der Erhalt jedes einzelnen Krankenhausstandorts entscheidend, sondern die zuverlässige Sicherung der Versorgung für die gesamte Region. In der Gesundheitsregion Lausitz, etwa in den Städten Guben und Forst, konnte durch Kooperation statt Konkurrenz neue Perspektiven geschaffen werden. Diese Regionalisierung und sektorübergreifende Ansätze könnten sicherstellen, dass Grund- und Notfallversorgung wohnortnah bleiben, während spezialisierte Leistungen zentral gebündelt werden. Jede Region müsse gut versorgt sein, wobei nicht jeder Standort alle Dienste anbieten muss, so Müller in der Ärzte Zeitung.
Hohe Akzeptanz: Senioren stehen Digitalisierung im Gesundheitswesen offen gegenüber.
Senioren befürworten Digitalisierung im Gesundheitswesen: 92 % der über 65-Jährigen stehen digitalen Tools offen gegenüber, besonders beliebt sind Online-Buchungstools.
Senioren befürworten Digitalisierung im Gesundheitswesen: 92 % der über 65-Jährigen stehen digitalen Tools offen gegenüber, besonders beliebt sind Online-Buchungstools.
Laut einer repräsentativen Befragung des Digitalverbands Bitkom zeigt sich, dass 92 Prozent der Seniorinnen und Senioren ab 65 Jahren der Digitalisierung im Gesundheitswesen positiv gegenüberstehen. Besonders die älteren Jahrgänge über 80 Jahre sind mit 95 Prozent Zustimmung überzeugt von den Möglichkeiten digitaler Tools wie E-Rezepten oder Online-Buchungstools. Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst betont, dass digitale Gesundheitsangebote entscheidend sind, um die Versorgung einer alternden Gesellschaft sicherzustellen. Die Akzeptanz zeigt sich auch in der wachsenden Nutzung digitaler Angebote: 50 Prozent der Deutschen ab 65 vereinbaren jetzt Arzttermine online, ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu 18 Prozent vor fünf Jahren. Auch Terminbenachrichtigungen per SMS oder E-Mail und die Kommunikation via E-Mail oder Messenger sind auf dem Vormarsch. Trotz bisher geringerer Nutzung telemedizinischer Angebote wie Videosprechstunden besteht ein erhebliches Potenzial, da 41 Prozent dieser Altersgruppe offen für deren zukünftige Nutzung sind (Quelle: aerztezeitung.de).
Digitale Dokumentation als Mittel gegen Serientäter in der Pflege?
Digitale Medikamentendokumentation könnte im Kampf gegen Serientäter in der Pflege helfen, da Berliner und Aachener Fälle alarmieren.
Digitale Medikamentendokumentation könnte im Kampf gegen Serientäter in der Pflege helfen, da Berliner und Aachener Fälle alarmieren.
Eugen Brysch weist darauf hin, dass digitale Medikamentendokumentationen helfen könnten, potenzielle Serientäter im medizinischen Bereich frühzeitig zu erkennen. Diesbezüglich steht in Berlin ein Palliativarzt vor Gericht, während in Aachen ein Intensivpfleger, der bereits im November wegen zehnfachen Patientenmordes verurteilt wurde, nun verdächtigt wird, für hundert weitere Todesfälle verantwortlich zu sein. Die Staatsanwaltschaft Aachen ermittelt, wie Reiner Burger für die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet. Die Leichtigkeit, mit der Serientäter in der Pflege und Medizin agieren können, wirft Fragen zur Sicherheit in diesen Bereichen auf.
Elektronische Patientenakte: Flächendeckende Nutzung bis 2025 geplant
Die flächendeckende Nutzung der elektronischen Patientenakte steht bis 2025 im Fokus, unterstützt von der Gematik und dem Gesundheitsministerium.
Die flächendeckende Nutzung der elektronischen Patientenakte steht bis 2025 im Fokus, unterstützt von der Gematik und dem Gesundheitsministerium.
Die elektronische Patientenakte (ePA) wird seit Oktober 2025 von allen Leistungserbringern im Gesundheitswesen, darunter Ärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Apotheken, genutzt, um medizinisch relevante Daten der Versicherten zu speichern. Patienten, die der Nutzung der ePA widersprochen haben, sind davon ausgenommen. Die Gesundheitsagentur Gematik, verantwortlich für die technische Umsetzung, wird dabei vom Bundesgesundheitsministerium sowie von Verbänden der gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen unterstützt. Bisher arbeiten jedoch nicht alle Krankenhäuser flächendeckend mit der ePA. Stiftung Warentest berichtet, dass Arztpraxen nun technisch in der Lage sein sollten, Daten in die ePA einzupflegen. Diese Information stammt von der Stiftung Warentest.
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