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Pflegepolitik und Recht
12.02.2025
Berliner Palliativmediziner wegen vermuteter Mordserie unter Verdacht
Berliner Palliativmediziner in Verdacht: Zehn Morde durch tödliche Medikamentenmischungen, Ermittlungen intensiviert. Hinweise von Kollegen und Angehörigen gesucht.
Berliner Palliativmediziner in Verdacht: Zehn Morde durch tödliche Medikamentenmischungen, Ermittlungen intensiviert. Hinweise von Kollegen und Angehörigen gesucht.
Der Fall eines Berliner Palliativmediziners wird immer gravierender, da die Staatsanwaltschaft nun von zehn Opfern ausgeht, berichtet die Ärzte Zeitung. Der Verdächtige soll aus "Mordlust" gehandelt und ohne medizinische Indikation tödliche Medikamentenmischungen verabreicht haben. Der Haftbefehl gegen den 40-jährigen Arzt, der bereits seit August in Untersuchungshaft sitzt, wurde erweitert. Ermittler untersuchen weiterhin patientenbezogene Unterlagen und exhumieren Leichen, während der Arzt zu den Vorwürfen schweigt. Die Berliner Staatsanwaltschaft und die Polizei bitten um weitere Hinweise, insbesondere von Kollegen oder Angehörigen der betroffenen Patienten. Der Arzt wurde ursprünglich aufgrund von Brandstiftungen mit Todesfolgen verdächtigt, wodurch die Ermittlungen gegen ihn ausgelöst wurden. Hinweise seines Arbeitgebers, eines Pflegedienstes, spielten dabei eine wichtige Rolle.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
12.02.2025
Niedrige Bestehensquote bei Fachsprachtests für Ärzte in Brandenburg
In Brandenburg bestehen nur 40 Prozent der ausländischen Ärzte die Fachsprachtests. Die SPD im Landtag fordert nun eine Untersuchung der Gründe dafür.
In Brandenburg bestehen nur 40 Prozent der ausländischen Ärzte die Fachsprachtests. Die SPD im Landtag fordert nun eine Untersuchung der Gründe dafür.
Ein aktueller Bericht der Ärzte Zeitung zeigt, dass in Brandenburgs Fachsprachtests für ausländische Ärzte aus Nicht-EU-Ländern lediglich 40 Prozent der Teilnehmer bestehen. Diese Tests sind essentiell für die Erteilung einer Approbation und beinhalten ein simuliertes Anamnesegespräch sowie das Verfassen eines Arztbriefs und ein Fachgespräch mit ärztlichen Kollegen. Die SPD im Landtag Brandenburg fordert eine genauere Untersuchung der Ursachen für die niedrige Erfolgsquote. Der Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann betont, dass gute Sprachkenntnisse für eine fundierte medizinische Beratung und eine vertrauensvolle Patient-Arzt-Beziehung unerlässlich sind. Ziel sei es, die Arbeitsintegration ausländischer Fachkräfte zu beschleunigen und die notwendigen Strukturen zu verbessern, damit mehr Ärzte den Fachsprachtest erfolgreich absolvieren können. Das berichtete die Ärzte Zeitung.
Hamburg: Telekonsil in Pflegeheimen soll Klinik-Einweisungen senken
Hamburg startet ein Telekonsil-Projekt in Pflegeheimen, um Klinik-Einweisungen zu senken und Pflegekräfte zu stärken – ein innovatives Modell mit breiter Unterstützung.
Hamburg startet ein Telekonsil-Projekt in Pflegeheimen, um Klinik-Einweisungen zu senken und Pflegekräfte zu stärken – ein innovatives Modell mit breiter Unterstützung.
In Hamburg wird das Konzept der Patientensteuerung in Pflegeheimen durch ein Telekonsil erweitert. Dieses Modellprojekt zielt darauf ab, unnötige Einweisungen von Pflegeheimbewohnern in Kliniknotaufnahmen zu vermeiden. Ein Vertrag zwischen dem Asklepios Klinikum Harburg, dem Pflegeheimbetreiber "Pflegen & Wohnen Hamburg" und den Krankenkassen TK, AOK Rheinland/Hamburg und IKK classic bildet die Grundlage. Pflegekräfte in den Heimen sind für die Erstversorgung bei nicht lebensbedrohlichen Notfällen geschult und übermitteln relevante Daten in Echtzeit an die Notaufnahme. So können Notfallmediziner gemeinsam mit den Pflegekräften entscheiden, ob eine Klinikaufenthalt notwendig ist oder vielmehr eine Weiterbehandlung durch Haus- oder Fachärzte erfolgen sollte. Asklepios-Vorständin Dr. Sara Sheikhzadeh betont die medizinischen, ökonomischen und ethischen Vorteile der Vermeidung unnötiger Klinikeinweisungen. Katja Lohmann von Pflegen & Wohnen hebt hervor, dass die Pflegekräfte durch das Projekt professional gestärkt werden. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Erfolgreicher Start der elektronischen Patientenakte: 70 Mio. ePAs erstellt
Erfolgreicher Auftakt der elektronischen Patientenakte: Rund 70 Millionen ePAs sind erstellt, der bundesweite Rollout steht ab April bevor.
Erfolgreicher Auftakt der elektronischen Patientenakte: Rund 70 Millionen ePAs sind erstellt, der bundesweite Rollout steht ab April bevor.
Der Start der elektronischen Patientenakte (ePA) für alle ist nach Angaben der gematik erfolgreich angelaufen. Die gesetzlichen Krankenkassen haben, sofern kein Widerspruch der Versicherten vorlag, für diese elektronische Patientenakten angelegt. Erste private Krankenversicherungen haben zudem begonnen, ihre Mitglieder mit ePAs auszustatten. Insgesamt wurden bis zum 11. Februar 2025 rund 70 Millionen elektronische Patientenakten erstellt. Die Pilotphase der ePA fand in über 300 Einrichtungen in den Modellregionen Hamburg, Franken und Nordrhein-Westfalen statt, wobei wichtige Erkenntnisse für notwendige Anpassungen gesammelt wurden. Die gematik plant Mitte März eine Bewertung für die bundesweite Einführung der ePA. Vorausgesetzt, die bisherigen Erfahrungen sind positiv, könnte der flächendeckende Rollout ab April beginnen. Die Implementierung zusätzlicher Sicherheitsmaßnahmen soll ebenfalls nach Plan erfolgen und ist entscheidend für den bundesweiten Start. Diese Informationen wurden der Ärzte Zeitung entnommen.
Cyberangriff auf LUP-Kliniken: Medizinische Versorgung gesichert
Cyberangriff auf LUP-Kliniken: Trotz IT-Ausfall ist die medizinische Versorgung gesichert, Notfälle werden trotz Abmeldung der Notaufnahme behandelt. Ermittlungen laufen.
Cyberangriff auf LUP-Kliniken: Trotz IT-Ausfall ist die medizinische Versorgung gesichert, Notfälle werden trotz Abmeldung der Notaufnahme behandelt. Ermittlungen laufen.
Die LUP-Kliniken im Landkreis Ludwigslust-Parchim sind von einem Cyberangriff betroffen. Der Landkreis teilte mit, dass die Klinikstandorte Hagenow und Ludwigslust momentan weder per E-Mail noch über ihre Websites erreichbar sind. Vorsorglich wurden beide Einrichtungen vom Kommunikationsnetz getrennt. Dennoch sei die medizinische Versorgung vor Ort gesichert. Bedrohliche Notfälle werden trotz der regulären Abmeldung der Notaufnahme weiterhin behandelt. Der Angriff wurde in der Nacht bemerkt, und es wird an der Behebung der Probleme gearbeitet, so aerzteblatt.de. Ermittlungen durch das Landeskriminalamt zu Computersabotage und Datenspionage laufen. Es ist der vierte Vorfall dieser Art in Mecklenburg-Vorpommern dieses Jahr. Experten sichern digitale Spuren vor Ort.
Studie: Kognitive Veränderungen nach TIA ähnlich wie bei Schlaganfall
Studie: Kognitive Einbußen nach TIA ähnlich wie bei Schlaganfall – regelmäßige Überprüfungen und Interventionen sind entscheidend.
Studie: Kognitive Einbußen nach TIA ähnlich wie bei Schlaganfall – regelmäßige Überprüfungen und Interventionen sind entscheidend.
Nach Ergebnissen einer kürzlich veröffentlichten Studie verändert sich die Kognition bei Patienten nach einer transitorischen ischämischen Attacke (TIA) im Verlauf ähnlich stark wie nach einem Schlaganfall. Zunächst sind keine kognitiven Einbußen festzustellen, doch über die Zeit zeigt sich ein vergleichbarer Abbau. Diese Erkenntnisse unterstreichen die Bedeutung regelmäßiger kognitiver Überprüfungen und geeigneter Interventionen nach einer TIA. Weitere Informationen finden sich in der Originalmeldung der Ärzte Zeitung.
Faxgeräte im Einsatz: Hackerangriff legt Frankfurter Uniklinik lahm
Hacker legen Frankfurter Uniklinik lahm: Cyberangriff zwingt Klinik zur Rückkehr zu Faxgeräten und totaler Internetabkopplung, um weiteren Schaden abzuwenden.
Hacker legen Frankfurter Uniklinik lahm: Cyberangriff zwingt Klinik zur Rückkehr zu Faxgeräten und totaler Internetabkopplung, um weiteren Schaden abzuwenden.
Ein Hackerangriff auf die Uniklinik in Frankfurt führte im Jahr 2023 zu einem kompletten Ausfall der Administration, berichtet die Ärzte Zeitung. Infolge der Cyberattacke mussten die Mitarbeiter auf traditionelle Kommunikationsmethoden zurückgreifen und alte Faxgeräte reaktivieren, um den Klinikbetrieb aufrechtzuerhalten. Die Uniklinik entschloss sich zu einer drastischen Maßnahme und kappte die Verbindung zum Internet vollständig, um weiteren Schaden zu verhindern. Wie das Krankenhaus damit umging und welche Herausforderungen bei der Bewältigung dieser Krise auftraten, verdeutlicht die Meldung weiter.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
10.02.2025
Ausländische Fachkräfte sichern deutsche Gesundheitsversorgung ab
Ausländische Fachkräfte sind unverzichtbar für die deutsche Gesundheitsversorgung, betonen führende Gesundheitsverbände angesichts wachsender Versorgungslücken.
Ausländische Fachkräfte sind unverzichtbar für die deutsche Gesundheitsversorgung, betonen führende Gesundheitsverbände angesichts wachsender Versorgungslücken.
Fachkräfte aus dem Ausland sind für die flächendeckende Krankenhausversorgung in Deutschland unverzichtbar, so der gemeinsame Appell führender Gesundheitsverbände, darunter die Bundesärztekammer, die Deutsche Krankenhausgesellschaft und der Deutsche Pflegerat. Ohne ausländische Fachkräfte wäre die Versorgung in vielen Regionen akut gefährdet, wie die Verbände betonten. Rund 15 Prozent aller Ärztinnen, Ärzte und Pflegefachpersonen im Land haben eine ausländische Staatsbürgerschaft. Besonders in ländlichen Gebieten ist der Anteil zugewanderter Gesundheitsfachkräfte besonders hoch. Die Integration ausländischer Fachkräfte erfordere zwar kulturelle und sprachliche Anpassung, sei aber unabdingbar für ein funktionierendes Gesundheitssystem. Die Verbände äußerten ihre Besorgnis über aktuelle politische Debatten, die die Verunsicherung bei den ausländischen Kolleginnen und Kollegen verschärfen könnten. Ein Verlust dieser Fachkräfte würde zu erheblichen Engpässen in der Versorgung führen, warnt das Ärzteblatt in seiner Berichterstattung.
Studie: Hitze erhöht Sterberisiko bei Senioren deutlich
Hitze steigert das Sterberisiko bei Senioren erheblich, wie eine neue Studie in Science Advances zeigt und drängt auf präventive Maßnahmen gegen Klimafolgen.
Hitze steigert das Sterberisiko bei Senioren erheblich, wie eine neue Studie in Science Advances zeigt und drängt auf präventive Maßnahmen gegen Klimafolgen.
Am Montag, dem 10. Februar 2025, berichtete das Deutsche Ärzteblatt über eine neue Studie aus China, die einen Zusammenhang zwischen extrem hohen Temperaturen und dem Sterberisiko älterer Menschen aufzeigt. Wichtig sei nicht nur die Anzahl heißer Tage, sondern auch die Differenz zur Normaltemperatur. Geschlecht, sozioökonomischer Status und Körpergewicht spielen ebenfalls eine Rolle, so die Autoren der in Science Advances veröffentlichten Untersuchung. Der Erstautor Xin Yao von der Fakultät für Geografische Wissenschaften hob hervor, dass vor allem ältere Menschen von der zunehmenden Hitze betroffen seien. Diese Erkenntnisse unterstreichen die dringende Notwendigkeit präventiver Maßnahmen, um die gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels auf gefährdete Bevölkerungsgruppen zu minimieren.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
10.02.2025
Expertenrat fordert mehr Hygiene und Impfen zur Kostenreduktion im Gesundheitssystem
Expertenrat: Mehr Hygiene und Impfen gefordert, um Kosten im Gesundheitssystem durch verbesserte Zusammenarbeit und zentrale Datenstruktur zu senken.
Expertenrat: Mehr Hygiene und Impfen gefordert, um Kosten im Gesundheitssystem durch verbesserte Zusammenarbeit und zentrale Datenstruktur zu senken.
Der Expertinnen- und Expertenrat „Gesundheit und Resilienz“ hat in seiner jüngsten Stellungnahme auf die Bedeutung von Hygiene und Impfen hingewiesen, um Krankheiten zu vermeiden und die Kosten im Gesundheitssystem zu senken, berichtet das Deutsche Ärzteblatt. Laut Simone Scheithauer, Mitglied des Rates, könnten durch eine geregelte Zusammenarbeit zwischen ambulantem Sektor, stationären Einrichtungen und dem Öffentlichen Gesundheitsdienst die Potenziale besser genutzt werden. Notwendig seien neue Konzepte und Strategien, um die Patientensicherheit zu erhöhen und Kosten einzusparen. Eine bundesweit einheitliche zentrale Datenstruktur, die die Erfassung von Impfungen unterstützt, wird empfohlen. Auch die Ständige Impfkommission (STIKO) soll personell verstärkt werden. Zudem wird eine strukturierte sektorenübergreifende Zusammenarbeit mit universitären Kompetenzzentren und MRE-Netzwerken empfohlen, um die Hygienemaßnahmen zu verbessern.
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